Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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WELTJAHR DER PHYSIK: DIE BOMBE

„Ich bin der Tod, der alles raubt, der Zerstörer der Welten“. Der Satz stammt aus dem Bhagavadgita, einem in Sanskrit geschriebenem religiösen Gedicht. Der Erbauer der ersten Atombombe, Robert Oppenheimer, sagte diesen Satz nach der Explosion der ersten Bombe am 16. Juli 1945 in der Wüste von New Mexico. Er wusste, dass die Pforten zur Hölle nun für immer offen standen.

Nachdem der deutsche Chemiker Otto Hahn und die österreichische Physikerin Lise Meitner in Deutschland die Kernspaltung entdeckt hatten, musste etwas geschehen. Der in den USA lebende ungarische Physiker Leo Szilard hatte erkannt, dass seine Autorität nicht ausreichte um die amerikanische Regierung von der Gefahr einer deutschen Atombombe zu überzeugen. Also überredeten er und sein Freund Edward Teller den damals bereits weltberühmten Physiker Albert Einstein, einen Brief an Präsident Roosevelt zu unterzeichnen, was zur folgenschweren Entscheidung führte. Der Bau der ersten Atombombe lief unter der Geheimbezeichnung "Manhattan Engineering District". Dieses Projekt stand unter der zivilen Leitung von Robert Oppenheimer und der militärischen von General Leslie Groves.

Eine gigantische finanzielle und wissenschaftliche Anstrengung bewirkte den Bau dreier Atombomben. Nach dem Tod von Präsident Roosevelt konnte dessen Nachfolger Truman die Bomben nicht über Deutschland abwerfen, weil sie erst nach der Kapitulation Hitler-Deutschlands fertig gestellt werden konnten. Truman entschied sich daher für einen Abwurf über Japan. Bei der Auswahl der Ziele musste vieles berücksichtigt werden. Sichtbedingungen beim Abwurf, Langstreckenleistung der B-29 Bomber, Erreichbarkeit von Ersatzzielen usw. Außerdem, so General Groves, durften die Ziele nicht durch konventionelle Bomben zerstört sein. Die Amerikaner wollten ja die Effizienz der Bombe genau testen. Zudem mussten die Zielstädte eine bestimmte Mindestgröße haben, damit die Wirkung der Bomben noch innerhalb des Stadtgebietes auf null absinken und gut vermessen werden konnte. Die militärischen Strategen einigten sich schließlich auf die Städte Hiroshima und Nagasaki.

Vor 60 Jahren, am 6. August 1945, verwüstete eine Uranbombe Hiroshima, drei Tage darauf wurde Nagasaki durch eine Plutoniumbombe vernichtet. Kurz nach der Zerstörung der Städte warf ein Flugzeug einen Behälter ab, der einen Brief der Atomphysiker Alvarez, Morrison und Serber enthielt, die die Bombe zusammengebaut und scharf gemacht hatten: "Als Wissenschaftler bedauern wir diese Verwendung einer so schönen Entdeckung. Aber wir versichern, dass sich die Schrecken dieses Atombombenregens vervielfachen werden, wenn sich Japan nicht sofort ergibt."

Roter Oktober
Kettenreaktion
Gespaltene Atome
Weitblick
Nobelpreis und Bombe
Die Mutter aller Bomben
Herbst 1942
Der Tod aus dem Labor
Atomarer Schutzschild
Die atomare Lunte
Der nukleare Tod
Die Bombe Gottes
Los Alamos
Fackel in der Finsternis
Dr. Seltsam
Der Vater der H-Bombe
Bedenkjahr 2008
nature

© 2005 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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