Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2002

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)

16. September 2026

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1 DOLLAR-PATENTE

Investoren sind ständig auf der Suche nach Erfindungen, die Gewinne versprechen. Das ist eine legitime Sache, denn Erfinder sind nicht selten arme Schlucker, und die Finanzmänner wollen ihr Kapital verzinst sehen. Problematisch kann die Sache werden, wenn Geldgeber und Gesetzesvertreter weder über Fantasie noch über eine naturwissenschaftlich-technische Vorbildung verfügen. So wurde 1913 der amerikanische Erfinder Lee de Forest wegen Betrugs vor ein Gericht gestellt. In der Anklageschrift hieß es unter anderem: "De Forest hat in vielen Zeitungen Artikel unter seinem Namen drucken lassen, dass es innerhalb weniger Jahre möglich sein werde, die menschliche Stimme über den Atlantik zu übertragen. Auf Grundlage dieser absurden und absichtlich irreführenden Behauptungen wurde dem genarrten Publikum nahe gelegt, Aktien seiner Gesellschaft zu kaufen."

Die Geschichte von de Forest ist schon komisch genug, aber grotesk wird die Sache, wenn unbrauchbare Patente eingereicht werden, die von Investoren für sensationell gehalten werden. Als der brillante Nobelpreisträger Richard Feynman zwischen 1945 und 1950 an der amerikanischen Cornell-Universität arbeitete, erhielt er einen Anruf aus Kalifornien. Der Anrufer erklärte ihm, man hätte Geld beschafft, um eine Fabrik für atomar getriebene Raketen zu bauen. Feynman sollte Direktor der Forschungsabteilung werden. Der Anrufer war so begeistert von der Idee der Atomraketen, dass er Feynmans Einwände nicht hören wollte.

Was war geschehen? Feynman hatte als junger Physiker in Los Alamos an der Atombombe mitgearbeitet, und dort gab es einen Hauptmann Smith, der ein Patentbüro für die Regierung verwaltete. Smith hatte die Aufgabe, aus den Ideen der Bombenforscher brauchbare Projekte herauszufiltern. Irgendwann versprach Smith einen Dollar Honorar für jeden technischen Entwurf. Das sprach sich alsbald herum. Wer einen Dollar brauchte, lieferte einfach den nächstbesten Einfall ab. Da Hauptmann Smith wenig zu tun hatte, meldete er alle Ideen, auch wenn sie verrückt erschienen, als Patent an. Schließlich hatte man es in Los Alamos ja mit talentierten Leuten zu tun. So kam es, dass auch der junge Physiker Feynman ein paar unbrauchbare Entwürfe ablieferte wie etwa Raketen mit Atomreaktoren als Antrieb, was amerikanische Investoren Jahre später für einen Geheimtip hielten. Feynman zockte die raketenbegeisterten Kalifornier nicht ab, lachte sich insgeheim aber krumm.

Die Mutter aller Bomben
Herbst 1942
Der Tod aus dem Labor
Atomarer Schutzschild
Die atomare Lunte
Der nukleare Tod
Die Bombe Gottes
Los Alamos
Roter Oktober
Fackel in der Finsternis
Dr. Seltsam
Der Vater der H-Bombe
Die wöchentliche Widerlegung
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2026 .. .. .. ..

Helden der Wissenschaft:
Anders Celsius
(1701-1744)
stammte aus einer schwedischen Astronomenfamilie, beschäftigte sich mit Mathematik, Physik und Meteorologie und bekam dafür ein Denkmal in Form unserer Temperaturskala.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch

© 2002 Rudolf Öller, Bregenz