Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2004

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut. (Perikles)

14. September 2026

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Sommerthema 2004: DROGEN

Das menschliche Nervensystem hat bestimmte Eigenschaften, die man sich in der Medizin für Heilungszwecke zunutze machen kann. Innerhalb einer Nervenzelle wird das Signal mit Hilfe von Ionen - das sind elektrisch geladene Teilchen - weitergeleitet. Die dabei entstehenden elektrischen Spannungen sind so hoch, dass man sie noch an der Körperoberfläche messen kann. Diese Eigenschaft kommt beim Elektrokardiogramm (EKG) zur Anwendung. Zwischen den Nervenzellen gibt es schmale Übergangsstellen, die so genannten „Synapsen“. Hier erfolgt die Weitergabe des Reizes mittels chemischer Botenstoffe, den „Neurotransmittern“. Das sind die Stellen, an denen der Mensch eingreifen kann.

Für jeden Neurotransmitter gibt es bestimmte Andockstellen. Curare beispielsweise, das Pfeilgift südamerikanischer Indianer, besetzt an den Skelettmuskeln die Akzeptorstellen für Acetylcholin, ähnlich wie ein steckender falscher Schlüssel das Schloss für den richtigen Schlüssel versperrt. Deshalb können durch Curareeinwirkung die Befehle zur Kontraktion nicht mehr auf die Muskeln übertragen werden. Der Tod durch Stillstand von Atmung und Kreislauf ist die Folge. Die Blockierung der Synapsen ist nur eine von vielen Möglichkeiten, die Weitergabe des Nervenreizes zu beeinflussen. Es gibt auch Stoffe, die den Transmittern ähnlich sind und auf diese Weise das Nervensystem täuschen. Die Droge LSD ist mit dem Nervenbotenstoff Serotonin chemisch verwandt, sie bewirkt beispielsweise Halluzinationen. Chlorpromazin, ein Beruhigungsmittel, ähnelt dem Dopamin. Nikotin ahmt wahrscheinlich den Botenstoff Acetylcholin nach.

Man kennt auch Drogen, die der Körper selbst herstellt, die so genannten „Endorphine“. Werden Schmerzen zum Gehirn gemeldet, wirken die Endorphine auf die Informationsübertragung an den Synapsen hemmend ein. Die Wirkung von Morphin und Heroin beruht teilweise darauf, dass sie die eigentlich für die Endorphine bestimmten Akzeptorstellen besetzen und besonders starke Reize auslösen.

Eine jahrelang andauernde Verharmlosung von Drogen, insbesondere von Alkohol und Cannabis, führte zu einer epidemischen Zunahme des Drogenkonsums in den Industrieländer. Ein Teil der Jugend säuft, „kifft“ und „dröhnt“ sich direkt hinein in eine Welt des Irrsinns und der Depressionen. Die diesjährige Sommerserie des „Scheinwerfers“ widmet sich daher dem Thema Drogen. Der Reihe nach werden in den nächsten Wochen Aufsätze über Morphin, Heroin, Kokain, Cannabis, Benzodiazepine (Valium), Ecstasy und LSD erscheinen. Die größten Killer kommen am Schluss an die Reihe: Alkohol und Nikotin.

Cannabis
Die GiftkÜche der Natur
Pharmazie
Heroin
Eine normale Nacht
Schizophrenie
Alkohol
Kranke Jugend
Volkskrankheit Depression
Seelennot
Spektrum der Wissenschaft

© 2004 Rudolf Öller, Bregenz

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Helden der Wissenschaft:
Otto Robert Frisch
(1904-1979)
deutete gemeinsam mit seiner Tante Lise Meitner die Experimente von Otto Hahn als Atomkernspaltung. In Los Alamos arbeitete er später an der Entwicklung der Atombombe mit.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch