Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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CANNABIS

Hanf (lateinisch: "Cannabis sativa") als Grundlage für Rauschmittel wie Marihuana, Haschisch, Charas, Bhang, Ganja und Sinsemilla ist seit Jahrzehnten im Gespräch. Die Geschichte des Hanfes als Drogenquelle reicht bis ins 3. vorchristliche Jahrtausend zurück. Cannabisprodukte waren damals schon als Arzneimittel in Gebrauch. In unserem Kulturkreis ist der Hanf-Wirkstoff Cannabis eine relativ neue Droge. Die Römer und Griechen sowie die Alchemisten des Mittelalters kannten zwar die Wirkung, aber eine größere Verbreitung fand in Europa erst im 19. Jahrhundert statt. In den USA, vor allem im Süden, wurde Hanf in großem Stil angebaut, hauptsächlich als Faserlieferant für die Seilproduktion.

In Europa wurden um 1900 erste Hanfanbauverbote erlassen. In den USA war man weniger strikt, denn dort spielte Hanf als Drogenlieferant kaum eine Rolle. Das Rauchen von Marihuana ("Gras") blieb auf wenige "unerwünschte Elemente" der Gesellschaft beschränkt.

Haschisch und Marihuana besitzen beruhigende , manchmal euphorisierende Wirkung und rufen - hoch dosiert - Halluzinationen hervor. Der eigentliche Wirkstoff nennt sich "Tetrahydrocannabiol" (THC). Diesen Stoff findet man vor allem im Harz der weiblichen Blüten. THC kann, obwohl es sich um ein nicht gänzlich harmloses Rauschmittel handelt, nicht mit gefährlichen Drogen wie LSD oder Heroin verglichen werden.

In letzter Zeit tauchte Hanf hin und wieder in den Medien auf. Kürzlich beschlagnahmte die Polizei in Liechtenstein über eine Tonne Hanf. "Bauernhanf" gilt normalerweise nicht als Suchtgift. Der THC-Gehalt der beschlagnahmten Pflanzen lag allerdings über der zulässigen EU-Norm. Aus der Tonne Hanf hätte man angeblich 200 bis 400 Kilogramm Marihuana produzieren können.

Dem Hanf widerfährt teilweise Unrecht, denn es gibt kaum eine Pflanze, die so vielfältig genutzt werden kann. Allein im letzten Jahr ernteten Bauern in der Oststeiermark und im südlichen Burgenland hunderte Tonnen Hanfstroh. Aus der Ernte gewinnt man unter anderem Speiseöl und Grundstoffe für die Kosmetikindustrie. Der Preßrückstand kann als Mehl oder Futterzusatz verwendet werden. Der größte Teil der Ernte, die Hanffasern, sind strapazierfähig. An sich ist diese Erkenntnis nicht neu, Hanfseile und Hanftextilien sind vergleichbaren Kunststoffen qualitativ zumindest ebenbürtig.

In der Zwischenzeit interessieren sich Pharmazeuten, Mediziner, Textil-, Baustoff-, und Papierindustrie für diese wirtschaftlich und ökologisch interessante Pflanze. Es sollte daher eine Möglichkeit geben, Hanf in großem Umfang nutzbar zu machen ohne sofort einen entsprechenden Drogenverdacht zu erwecken.

Sommerserie 2004: Drogen
Die Giftküche der Natur
Pharmazie
Heroin
Tierisch besoffen
Bild der Wissenschaft

© 1998 Rudolf Öller, Bregenz


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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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