Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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25. Oktober 2021

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VOLKSKRANKHEIT DEPRESSION

Zwanzig Prozent der Frauen und zehn Prozent der Männer erkranken mindestens einmal im Leben an Depressionen. Damit zählt die Depression (lateinisch: „depressus“ = niedergedrückt) zu den Volkskrankheiten. Im Herbst treten depressive Verstimmungen wegen des verkürzten Tageslichts gehäuft auf. Die spezielle Variante, die „saisonal abhängige Depression“ (SAD), beginnt in den Herbstmonaten und endet im Frühjahr. Diese gedrückte Stimmungslage - auch „Herbst-Blues“ genannt - muss noch kein Grund zur Besorgnis sein, denn der Körper reagiert hier auf die veränderten Lichtbedingungen.

Eine echte Depression ist jedoch eine Krankheit, die sich deutlich von einer melancholischen Herbststimmung unterscheidet. Wenn Schlafstörungen, Freudlosigkeit, Gewichtsverlust oder Schuldgefühle mehrere Wochen anhalten und den Alltag stark beeinträchtigen, sollten die Betroffenen unbedingt zum Arzt gehen. Man weiß heute, dass Depressionen durch verschiedene Umstände, wie etwa Lichtentzug, Trauerfälle, Erfolgserlebnisse und andere Lebensumstände verstärkt oder abgeschwächt werden können, wobei eine der elementaren Ursachen der Depression in der genetisch bedingten Störung der Botenstoffe im Gehirn liegt.

Zum Nervensystem gehört ein automatischer Bereich, den man das „vegetative“ System nennt, das wiederum aus 2 komplexen Regelkreisen, dem „Sympathikus“ und dem „Parasympathikus“ besteht. Das vegetative Nervensystem steuert die inneren Organe, wobei der Sympathikus als Gaspedal fungiert und den Körper durch Nervensignale und Hormone auf Anspannung schaltet. Die Atmung geht dabei schneller, der Herzschlag beschleunigt sich, die Leber schüttet Zuckerreserven aus. Nicht benötigte Abläufe, wie Verdauung und Fortpflanzung werden abgeschaltet. Zeitweiliger wohl dosierter Stress ist also etwas Natürliches, denn ohne ihn kämen wir morgens erst gar nicht aus dem Bett heraus. Ist diese natürliche Antriebskraft gestört, so können Depressionen entstehen. Die allerkleinste und durchaus gut gemeinte Aufforderung zu mehr Aktivität, wie etwa ein Kino- oder Restaurantbesuch, wird vom depressiven Menschen als unerträgliche Last, manchmal sogar als Schmerz erlebt.

Etwa zehn Prozent der Patienten mit schwer depressiven Erkrankungen sterben durch Selbsttötung. Diese Zahlen sind höher als die der Todesopfer im Straßenverkehr und wesentlich höher als bei Aids. Es ist wichtig, die Leidenden nicht im Stich zu lassen. Man muss sie bestärken, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Depressive Menschen sind keine Versager sondern Kranke, denen die moderne Medizin in vielen Fällen mit Medikamenten und psychotherapeutischen Methoden helfen kann.

Emil Kraepelin
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© 2003 Rudolf Öller, Bregenz


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(1868-1953)
hatte die scheinbar verrückte Idee, Öltröpfchen in einem elektrischen Feld schweben zu lassen und vermaß damit erstmals die elektrische Elementarladung.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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