Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 1998

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut. (Perikles)

14. September 2026

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ATOMARE WEIHNACHTEN 1938

Berlin, Kaiser Wilhelm Institut für Chemie, Weihnachten 1938. Der Direktor, der Chemiker Otto Hahn, experimentierte mit Neutronen und schweren Elementen. In den Dreißigerjahren war es unter den Atomphysikern Mode, massige Atome mit Neutronen zu beschießen. Man wollte neue superschwere "Nuklide", gewinnen. Der Aufbau eines Atoms war in seinen Grundzügen bekannt, nun war man bestrebt, tiefer in das Innere des Atomkerns vorzudringen.

Zur Weihnachtszeit war etwas Seltsames passiert. Die Ergebnisse eines der Experimente widersprachen allen bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft so grundlegend, daß Hahn sich zunächst scheute, die Resultate zu veröffentlichen. Hahn war verwirrt, als er nach der Neutronenbestrahlung schwerer Uranatome die wesentlich leichteren Bariumatome fand. Otto Hahn, sein Partner Strassmann, die österreichische Physikerin Lise Meitner und ihr Neffe, der Österreicher Otto Frisch, deuteten das Resultat schließlich dahingehend, daß die Uran-Atomkerne zerplatzt sein mußten. Die atomare Kernspaltung war entdeckt worden.

Lise Meitner war die erste in der Arbeitsgruppe, die die ganze Tragweite der Entdeckung erfaßte. Die langjährige Mitarbeiterin Hahns hatte, weil sie Jüdin war, nach Schweden flüchten müssen, trotzdem stand Hahn mit ihr regelmäßig in Kontakt. Meitner war es auch, die schnell begriff, daß durch die Spaltung schwerer Atomkerne beträchtliche Energiemengen freigesetzt werden könnten. Albert Einstein hatte längst darauf hingewiesen, daß in der Materie gewaltige Energiemengen liegen. Nun war der Beweis erbracht.

Die Atomphysiker reagierten erregt, denn sie wußten, daß Hitler mit seinen Expansionsplänen Ernst machen wollte. Ausgerechnet in Berlin, im Zentrum des Nationalsozialismus, war die Atomkernspaltung entdeckt worden.

In England alarmierten Wissenschafter die Regierung. Der Chef des Ausschusses für wissenschaftliche Planung, Sir Henry Tizard, forderte die Entfernung der in Belgien lagernden Uranvorräte, man fürchtete, sie könnten nach einem Einmarsch der Deutschen diesen in die Hände fallen. Der entscheidende Schritt zum Bau einer Kernspaltungswaffe geschah schließlich in den USA. Der junge Physiker Leo Szilard hatte erkannt, welche Gefahr eine deutsche Atombombe für die USA bedeutete. Er überredete also gemeinsam mit dem späteren Erbauer der Wasserstoffbombe, Edward Teller, den populären Nobelpreisträger Albert Einstein, einen bereits verfaßten Brief an Präsident Roosevelt zu unterzeichnen.

Weihnachten 1938. Seit genau sechzig Jahren leben wir mit der Atomkernspaltung. Die Tatsache, daß die Menschheit trotz dieser bedrohlichen Technik so lange überleben konnten, sollte uns Hoffnung geben. Auf Dauer ist jedoch eine Friedenspolitik mit atomarer Abrüstung unabdingbar.

Kettenreaktion
Gespaltene Atome
Urangeschosse
Der Vater der H-Bombe (Teller)
Otto Hahn
Die Bombe
Herbst 1942
Philipp Lenard
Bedenkjahr 2008

© 1998 Rudolf Öller, Bregenz

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Helden der Wissenschaft:
Otto Robert Frisch
(1904-1979)
deutete gemeinsam mit seiner Tante Lise Meitner die Experimente von Otto Hahn als Atomkernspaltung. In Los Alamos arbeitete er später an der Entwicklung der Atombombe mit.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch