Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 1997

Niemand ist frei, der nicht Herr über sich selbst ist. (Matthias Claudius)

10. September 2026

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PSEUDOWISSENSCHAFTEN

Für jedes Gebiet der anerkannten Wissenschaft gibt es eine entsprechende Phantasiewelt der Pseudo- oder Scheinwissenschaft. Geophysiker müssen sich gegen auftauchende und versinkende Kontinente behaupten. Botaniker bekommen es mit Pflanzen zu tun, deren Gefühlsleben sich mit Lügendetektoren überwachen lassen, Zoologen mit geklonten Sauriern oder Yetis. Evolutionsbiologen werden von frömmelnden Schriftgelehrten angefallen. Archäologen müssen sich mit antiken Astronauten herumschlagen. Physiker dürfen sich mit abertausenden Konstruktionsplänen von perpetuum mobile-Maschinen oder mit der vermeintlichen Widerlegung der Relativitätstheorie alljährlich auseinandersetzen. Dem Chemiker pfuscht noch immer die mittelalterliche Alchimie ins Werk, und Psychologen sehen sich mit verschrobenen Parapsychologen konfrontiert.

Professor Robert Wood, ein amerikanischer Physiker der Jahrhundertwende hat den Vorsprung der seriösen Wissenschaften einmal auf den Punkt gebracht. Anläßlich eines Dinners kam das Gespräch auf Naturwissenschaften und auf Metaphysik. Unter Metaphysik faßte man damals alles zusammen, was nicht in die Technik und die Naturwissenschaften gehörte - insbesondere aber Pseudowissenschaften.

Wood meinte sinngemäß: "Der Wissenschaftler hat eine Idee. Je länger er sie durchdenkt, desto sinnvoller erscheint sie ihm. Je mehr er in der Fachliteratur liest, desto vielversprechender erscheint sein Gedanke. So vorbereitet begibt er sich ins Labor und denkt sich Experimente aus. Die Tests werden gewissenhaft geplant, laufend verfeinert und viele Möglichkeiten werden überprüft. Nach all der Arbeit stellt sich schließlich heraus, daß die ursprüngliche Idee nichts wert war. Also verwirft der Forscher sein Gedankengebäude, befreit seinen Verstand von dem fehlerhaften Kram und beschäftigt sich mit anderen Fragen."

Wood erhob lächelnd sein Glas und meinte abschließend, daß der Unterschied zwischen Wissenschaft und Metaphysik nicht darin liege, daß die, die das eine betrieben, klüger wären als die, die sich dem anderen widmeten. Der Unterschied liege bloß darin, daß die Metaphysiker kein Labor hätten.

Die Frage, woran denn nun ein Laie eine Scheinwissenschaft erkennen könne, ist berechtigt. Ein relativ sicheres Erkennungsmerkmal sind Verschwörungstheorien. Die NASA, das FBI, die CIA, der KGB, die englische Regierung, der israelische Geheimdienst - die Mächtigen der Welt also - halten angeblich allerlei "Erkenntnisse" unter Verschluß. Mit dieser Masche kommt man beim leichtgläubigen Bürger jederzeit durch, denn "die da oben" verschwören sich laut Volksmeinung stets gegen "die da unten".

Arbeiteten die anerkannten Wissenschaften tatsächlich so geheimbündlerisch, wie es die Vertreter der zahllosen Pseudowissenschaften zu verkünden pflegen, die Welt befände sich heute noch im Mittelalter.

Para, Pseudo, Prellerei
Im Zeichen des Steinbocks
Widerspruchsfreiheit
Denkfehler
Alles ist möglich
Ungeliebte neue Planeten
Raumquantenmotor

Intelligentes Design
Das Turiner Grabtuch
Bild der Wissenschaft

© 1997 Rudolf Öller, Bregenz

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Helden der Wissenschaft:
Paul Karl Hartek
(1902-1985)
war ein österreichischer Physikochemiker und letzter Großmeister der physikalischen Chemie. Er leistete große Beiträge zu Foto-, Reaktor- und Atmosphärenchemie.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:
THEKE, ANTITHEKE, SYNTHEKE
Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine feuchtfröhliche Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch