Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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DER BEFEHL DES AUGUSTUS

Der Anfang des 2. Kapitels des Lukas-Evangeliums zählt zu den bekanntesten Stellen der Bibel: „In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, das ganze Land aufzuzeichnen. Dies war die erste Aufzeichnung und geschah durch Cyrinus, den Statthalter von Syrien. Alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine Vaterstadt. Es ging auch Joseph von Galiläa aus der Stadt Nazareth hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die schwanger war.“

Kaiser Augustus zählt zu den wenigen weltlichen Herrschern, die im Neuen Testament erwähnt werden. Wir werfen daher einen kurzen Blick auf jenen Imperator, der wegen seines Erlasses bewirkte, dass Josef mit Maria eine mühevolle Reise antreten musste, die zur bekannten Geburt in einem unbekannten Stall führte.

Kaiser Augustus wurde 63 v. Chr. als Gaius Octavius Thurius geboren. Er verbrachte seine Jugend auf einem Landgut und auf griechischen Schulen. Bereits 45 und 46 v. Chr. nahm er an kriegerischen Feldzügen in Afrika und Spanien teil. Die Nachricht vom Mord an seinem Großonkel Julius Caesar erhielt Gaius Octavius während eines Feldzuges. Da er in Caesars Testament als Haupterbe eingesetzt war, ging er nach Rom und machte seine Ansprüche geltend. Von nun an nannte er sich Gaius Iulius Caesar Octavianus. 27 vor Christus erhielt Gaius Octavianus vom Senat den Titel „Augustus“ (der Erhabene) verliehen. Sein voller Name lautete nun Imperator Caesar divi filius Augustus, kurz: Imperator Augustus.

Augustus, nach dem der achte Monat benannt ist, regierte das römische Reich von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr. Nach langem Bürgerkrieg hatte er den Frieden in Rom wieder hergestellt. Augustus kämpfte grausam gegen seine Gegner, trotzdem ging die Zeit seiner Herrschaft als eine Ära des Friedens und der kulturellen Blüte in die Geschichte ein. Diese Epoche ist für seine klassischen Dichter wie Horaz, Ovid und Vergil bekannt und gilt als das bei Gymnasiumsschülern bekannte und manchmal etwas gefürchtete goldene Zeitalter der lateinischen Literatur.

Unter Augustus’ Herrschaft begannen die Römer ihre Germanienfeldzüge, zogen sich aber nach der verheerenden Niederlage in der Varusschlacht 9 n. Chr. wieder zurück. Augustus soll, als ihm die schreckliche Nachricht überbracht wurde, geweint und dann ausgerufen haben: "Quintili Vare, legiones redde!" - "Varus! Gib mir die Legionen wieder!"

Der Stern von Bethlehem
Faradays Weihnachtsvorlesung
Düfte des Advents
Das Fest der Geburt
Das Christkindl im Baum
Rudolph das Rentier
Ein flüchtiges Lächeln
Weihnachtslegenden
Das Osterparadoxon
Ochs und Esel
Bild der Wissenschaft

© 2002 Rudolf Öller, Bregenz


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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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