Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

 Jahresübersicht 2001


23. Oktober 2021

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VIRTUELLE REALITÄT

"Ich glaube nur das, was ich sehe", behaupten Zeitgenossen, die stolz darauf sind, nur das für wahr zu halten, was sie mit eigenen Augen sehen. Die aufgeklärten Generationen möchten sich kein X für ein U vormachen lassen, die "virtuelle Realität" bleibt dem Computer vorbehalten. "Virtuell" (lateinisch = scheinbar) bezeichnet eine Wirklichkeit, die nur vermeintlich existiert. Die virtuelle Realität ist zu einem populären Schlagwort der Jahrtausendwende geworden. Ist jedoch wirklich nur die Computerwelt virtuell?

Bereits vor rund 200 Jahren wurde ein Bericht des englischen Naturforschers John Dalton veröffentlicht, wonach "... mein Gesichtssinn nicht dem anderer Personen gleicht". Dalton beschäftigte sich mit vielen Themen, unter anderem auch mit Botanik und Blütenfarben. Dabei stellte er fest, dass die Menschen Farben "falsch benannten". Er schreibt: "Die Bezeichnung ‚rosa' oder ‚nelkenfarbig' schien mir im Vergleich zur Farbe der Nelken wohl angebracht. Doch wenn der Ausdruck ‚rot' statt ‚rosa' verwendet wurde, hielt ich es für höchst unangemessen. Nach meiner Empfindung sollte es blau gewesen sein, weil rosa und blau mir näher verwandt erschienen. Hingegen haben rosa und rot kaum eine Beziehung. ... Bezüglich der Farben weiß, gelb oder grün stimmte ich leicht dem entsprechenden Ausdruck zu. Doch blau, purpur, rosa und karmesin erschienen mir wenig unterscheidbar, alle konnten sich nach meiner Vorstellung als blau bezeichnen lassen. Ich habe oft ernsthaft Leute gefragt, ob eine Blume blau oder rosa wäre, doch wurde dies allgemein als Scherzfrage betrachtet."

John Dalton hatte an sich selbst und später an seinem Bruder die erblich bedingte Farbenblindheit entdeckt. Da Farben in der Realität nichts anderes als Wellenlängen elektromagnetischer Strahlen sind, und erst von unserem Hirn interpretiert werden, sehen Farbenblinde aufgrund anderer Nervenschaltungen die Farben anders als die meisten Menschen. Was ist hier wahr? Wir wissen lediglich, dass es (nicht nur hier) unterschiedliche Wahrnehmungen gibt.

Schon vor Jahren entdeckte man zufällig, dass der Geschmack einer chemischen Substanz namens "Phenylthiocarbamid" (kurz "PTC") von manchen Menschen als bitter empfunden, von anderen jedoch nicht wahrgenommen wird. Es stellte sich später heraus, dass die Fähigkeit, bestimmte Substanzen mit der Zunge wahrzunehmen, erblich bedingt, also angeboren ist. Die Schmecker empfinden anders als die Nicht-Schmecker. Die Chemikalie ist real, die Wahrnehmung ist relativ. Unsere Sinne gaukeln also gelegentlich virtuelle Realitäten vor.

Hakenkreuze in Wolfenstein
Mikroprozessoren
Denkende Maschinen
2001-Odyssee der Menschheit
Virtuelle Bildung
Extreme Qual (Computerspiele)
Goldhaube (RADAR)
Die Drohnenschlacht
Schöne virtuelle Welt

© 2001 Rudolf Öller, Bregenz


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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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