Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 1999

Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. (George Orwell)

15. September 2026

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DER TODESHUND

Den Autoren, Journalisten und Nachrichtenagenturen können Fehler unterlaufen. Das ist nicht schlimm, so etwas kann jedem passieren - auch dem Schreiber dieser Zeilen. Manche Fehler treten allerdings als "running gag" immer und immer wieder auf. Wenn Nachrichtenagenturen solch fehlerhafte Nachrichten weitergeben, dann können diese weltweit verbreitet werden.

Einer dieser fehlerhaften "running gags" ist die Geschichte vom höchsten Gebäude der Welt. Kürzlich, so war zu vernehmen, wurde in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur das höchste Gebäude der Welt eröffnet. Das Doppel-Hochhaus wird "Petronas-Towers" genannt und ist mit 425 Metern Höhe tatsächlich sehr imposant. Laut Agenturberichten hat dieser Koloss in Südostasien damit das bisher höchste Gebäude der Welt, den "Sears-Tower" in Chicago, um wenige Meter geschlagen

Die Meldung hat nur einen Haken: Sie stimmt nicht. Der Sears-Tower und die Petronas-Towers zählen wohl zu den höchsten Gebäuden, die Wohnungen und Geschäftsräume enthalten. Das höchste Gebäude der Welt ist aber nach wie vor der "CN-Tower" in Toronto, und der ist um mehr als 100 (in Worten: Hundert) Meter höher als die Petronas-Towers. Der CN-Tower hat stolze 556 Meter Höhe. Es ist anzunehmen, dass in den nächsten Jahrzehnten immer wieder neue "höchste Gebäude" entstehen werden. Nur dann, wenn diese an 600 Meter Bauhöhe (!) heranreichen, wird der CN-Tower seine Spitzenposition verlieren.

Ein weiterer regelmäßig auftretender Fehler ist die falsche Übersetzung des Zahlwortes Billion. Billion (amerikanisches Englisch) ist eine Zahl mit 9 Nullen. Das entspricht im Deutschen der Milliarde. "One Billion Dollar" ist daher nicht eine Billion Dollar sondern eine Milliarde Dollar. Im Deutschen hat die Billion nicht 9 sondern 12 Nullen, und das ist immerhin das Tausendfache. Zur Verdeutlichung: Eine Milliarde Sekunden sind knapp 32 Jahre, eine Billion Sekunden sind 31.710 Jahre. Die deutschsprachige Billion heißt in Amerika übrigens "Trillion".

1994 stellte ein New Yorker Kaufmann am Times Square in Manhattan eine makabre "Death-clock" auf. Es handelte sich um ein digitales Zählwerk, das die in den USA verkauften Schusswaffen und die damit getöteten Menschen zählte. Eine Nachrichtenagentur übersetzte diese "Death-clock" nicht mit "Todesuhr", sondern irrtümlich mit "Todesglocke", was unzählige Medien in Deutschland und Österreich übernahmen. Todesglocke hieße im Englischen bekanntlich "Death-bell". Zum Glück hatte der New Yorker Unternehmer seine Uhr nicht so genannt, denn möglicherweise wäre "Death-bell" von einer Agentur mit "Todeshund" übersetzt worden.

Blendwerk und Blamage
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© 1999 Rudolf Öller, Bregenz

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Helden der Wissenschaft:
Jean Bernard Foucault
(1819-1868)
wies mit Hilfe eines langen Pendels die Erdrotation nach, verbesserte das Spiegelteleskop und erfand das Gyroskop, das vor GPS das wichtigste Navigationsgerät in Flugzeugen war.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch