Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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EDIACARA-FAUNA

Schüler müssen in Biologie - falls die Schulbuchverlage bei Gelegenheit reagieren - ein neues Erdzeitalter lernen. Die „International Commission on Stratigraphy“ (ICS) hat sich nach achtjähriger Diskussion zu einer großen Entscheidung durchringen können. Lernte man bisher, dass etwa am Ende der Perm-Zeit die Trilobiten ausgestorben sind und die Vorläufer der Saurier auftauchten, dass weiterhin in der Kreidezeit die Saurier ausgestorben sind, so gibt es in der geologischen Zeitskala und somit in der Geschichte des Lebens mit dem „Ediacarium“ eine neue Epoche.

Zuerst mussten die Mitglieder der zuständigen Ediacara-Kommission der ICS abstimmen. In weiterer Folge gab die ICS selbst ihre Zustimmung, und schließlich stimmte auch die „International Union of Geological Sciences“ der Namensgebung zu. Das Ediacarium-Zeitalter ist somit wissenschaftlich anerkannt.

In der Geologie und Evolutionsbiologie umfasst das „Präkambrium“ den gesamten Zeitraum von der Entstehung der Erde und des Lebens bis zur so genannten „kambrischen Revolution“ vor rund 570 Millionen Jahren. 100 Millionen Jahre zuvor kam es zur ersten großen Entfaltung von Tierarten. Damals existierten, wie wir aus Fossilfunden wissen, zahlreiche Vorläufer- und Übergangs-Tierstämme, die es heute nicht mehr gibt. Diese Tierwelt wird von Geologen und Biologen schon geraume Zeit “Ediacara-Fauna“ (nach den Ediacara Hills in Australien) genannt. Inzwischen wurde diese Fauna auch in Südafrika, China, Russland und Großbritannien gefunden.

Die Ediacara-Fauna enthält einige derart seltsame Tierarten, dass man sie, tauchten sie heute auf, als beinahe außerirdisch einschätzte. Einige Ediacara-Fossilien ähneln den später entstandenen und inzwischen wieder ausgestorbenen Trilobiten (Dreilapperkrebse), andere wiederum Quallen oder Würmern. Rangea zeigt sich als längliches Wesen, das wie ein Farnblatt aussieht, Parvancorina erinnert an ein Wappen mit Schiffsanker und Tribachidium erscheint wie eine Münze mit Sonnenrad.

Die vorherrschende Pflanzengruppe im Ediacarium bestand aus kleinen kugeligen Algen mit echten Zellwänden. Sie beherrschten bereits die Photosynthese und reicherten die Atmosphäre mit Sauerstoff an, was die Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Lebens war.

Die Ediacara-Fossilien werden die Erkenntnisse über die Frühgeschichte des Lebens erweitern. Diese seltsame Fauna existierte etwa 100 Millionen Jahre lang und verschwand im nachfolgenden Zeitalter des Kambriums, wo die belebte Natur eine Veränderung erfuhr und die frühen Vorfahren aller heutigen Tierstämme entstanden.

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© 2004 Rudolf Öller, Bregenz


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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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