Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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25. Oktober 2021

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DIE BEWEGTE ERDE

Schwere Erdbeben mit Tausenden Toten beschäftigten die Medien tagelang. In Form von Hintergrundberichten erfahren dann die Leser unter anderem, dass im Mittelmeergebiet die afrikanische Kontinentalplatte gegen die eurasische stößt, wodurch es regelmäßig zu schweren Beben kommt. So wurde Algier bereits 1715 durch ein Beben zerstört, wobei 20.000 Menschen ums Leben kamen.

Die Erde bewegt sich seit ihrer Entstehung nicht nur um die Sonne, sie ist auch in ihrem Inneren höchst lebendig: Dreimal kam es in der Erdgeschichte zu großen Gebirgsbildungen:

Vor über 400 Millionen Jahren erfolgte im Silur (benannt nach dem keltischen Stamm der „Silurer“) die kaledonische Gebirgsbildung. „Caledonia“ ist der keltisch-römische Name für Schottland. Durch den Zusammenstoß der nordamerikanischen Platte mit der nordosteuropäischen Platte wurden Meeresablagerungen zum riesigen kaledonischen Gebirge aufgefaltet. Teile dieses Gebirges sind von Schottland, Wales, Irland, Grönland, Norwegen, Spitzbergen sowie Neufundland und den Appalachen in den USA bekannt.

Die Zeit vor rund 300 Millionen Jahren nennt man Karbon oder Steinkohlenzeit (lateinisch: „carbo“ = Kohle). Damals kam es zur variszische Gebirgsbildung. Das Wort kommt vom germanischen Stamm der „Varisker“. Diese Gebirgsbildungsphase hat die gesamte Erde umspannt und den Superkontinent „Pangäa“ geformt, der später die Entwicklung der Landlebewesen begünstigte. In Europa erstrecken sich die Varisciden von Spanien über das französische Zentralplateau bis in die Sudeten und zum polnischen Mittelgebirge. In Deutschland gehören unter anderem das rheinische Schiefergebirge, bayrischer Wald, Schwarzwald, Harz und Erzgebirge dazu. Im Osten entstand durch eine Kollision mehrerer Festlandmassen der Ural.

Nach dem Ende der Saurier, im Tertiär, erfolgte die alpidische Gebirgsbildung. Diese erstreckte sich von den Pyrenäen über die Alpen bis zum Himalaja. Sie war die Folge einer Kollision zwischen dem Nord- und Südkontinent. Die afrikanische Platte driftete nordwärts und schob sich unter die eurasische. Dieser Vorgang bewirkte massive Auffaltungen. Die alpidische Gebirgsbildung ist längst nicht abgeschlossen. Sie dauert noch an, wie man an den zahlreichen Erdbeben in den Alpen erkennen kann. Auch das Rheintal als Grabenbruchzone zählt zu den aktiven Regionen.

Die Theorie der horizontal bewegten Kontinentalplatten stammt vom deutschen Geophysiker Alfred Lothar Wegener (1880-1930). Obwohl Wegener seine Theorie mit Fakten und Beobachtungen abstützen konnte, stieß er in der Fachwelt lange Zeit auf Ablehnung. Erst nach 1960 fand Wegeners Theorie in den Wissenschaften allgemeine Anerkennung.

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© 2003 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Robert Andrews Millikan
(1868-1953)
hatte die scheinbar verrückte Idee, Öltröpfchen in einem elektrischen Feld schweben zu lassen und vermaß damit erstmals die elektrische Elementarladung.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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