Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

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23. Oktober 2021

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ÖKOLOGISCHE STEUERREFORM

Die Bevölkerung fürchtet, daß unter dem Deckmantel der Ökologisierung der Besteuerung ein weiterer Griff in die Taschen erfolgen wird. Ökologisierung der gesamten Wirtschaft? Hatten wir das nicht schon einmal?

Vor nicht einmal einem Jahrzehnt hat der damalige ÖVP-Spitzenkandidat und Vizekanzler Josef Riegler die "ökosoziale Marktwirtschaft" zum Wahlkampfthema erhoben und wurde dafür von den Wählern bestraft. Die Parteien haben daraufhin das Thema verschreckt ganz schnell nach hinten geräumt. Der letzte Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, sagte einmal sinngemäß: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben und wer zu früh kommt, den bestraft die Geschichte." Josef Riegler ist es so ergangen. Er war mit seinem außergewöhnlichen Thema anderen Politikern um Jahrzehnte voraus und bekam dafür die Rechnung der Geschichte präsentiert.

Die Industrienationen verbrauchen heute in nicht einmal 2 Jahren so viel fossile Energiereserven wie alle Länder der Erde im gesamten 19. Jahrhundert. Die Feststellung, daß diese unmäßige Verschwendung nicht lange funktionieren kann, benötigt keine Begründung. Der Begriff "Energie" ist in der Physik genau definiert. Ohne Energie geht gar nichts. Nicht einmal Leben ist ohne Energie möglich. Mit Energie kann man Dinge in Bewegung setzen, erwärmen oder zum Leuchten bringen. Energie kann, was nur Physiker zu wissen scheinen, nicht erzeugt sondern nur umgewandelt werden. Die Energie, die wir heute so sorglos durchbringen, stammt großteils aus nicht erneuerbaren Energieträgern. Kohle, Öl und Gas sind uralte Reserven aus der Nahrungskette und somit eine Art fossiler Sonnenenergie.

Die Wasserkraftwerke können weltweit nur einen Bruchteil der benötigten Energie bereitstellen. Dies gilt auch für die Kernenergie, die global nur einen unbedeutenden Anteil am gesamten Energiemarkt hat. Das mit Abstand größte Kontingent der umgesetzten Energie kommt aus den Kohle-, Öl- und Gasreserven, und diese sind begrenzt. Die Nationen zehren seit Beginn der industriellen Revolution vom Welt-Energiekapital, das mit Hilfe der Sonne und der Pflanzen vor Millionen Jahren entstanden ist.

Finanzministern wird eine gewisse Schlitzohrigkeit beim Erfassen neuer Geldquellen nachgesagt. Bei der nicht enden wollenden Geldnot eines lustvoll verteilenden Staates gilt das fast schon als Tugend. Von einer wirklich fortschrittlichen, weit in die Zukunft weisenden ökologischen und somit langfristig wirksamen Steuerreform sind die Regierungen der Industrienationen freilich noch weiter entfernt als die Dampfmaschine von einer Raumstation. Wir müssen wohl auf die übernächste Politikergeneration warten.

Vergessene Ökologie
Raumschiff Erde
Artensterben
Koalitionen der Zukunft
Rachel Carson
Groß oder klein?
Ökologie und Ökonomie

© 1998 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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