Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2016

Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. (George Orwell)

15. September 2026

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BETRUG (1): PILTDOWN


Das 19. Jahrhundert brachte erstmals Licht ins Dunkel unserer Abstammung. Im Neandertal bei Düsseldorf wurde der Schädel einer prähistorischen Menschenform gefunden. Später stellte sich heraus, dass die „Neandertaler“ überall in Europa und im Nahen Osten gelebt haben. 1868 tauchte in einer südfranzösischen Höhle erstmals ein Fund unseres direkten Vorfahren auf. Der Cro Magnon Mensch war bereits ein moderner Homo sapiens.

Die Engländer waren eine Zeitlang beleidigt, weil sie auch einen Ur-Engländer haben wollten. 1912 stieg die Begeisterung, als Arthur Smith Woodward und Charles Dawson auf einer Sitzung der geologischen Gesellschaft in London berichteten, dass sie ein Bindeglied zwischen Menschen und Affen gefunden hätten.  Die entsprechenden Schädelteile waren in einer Schottergrube in der Nähe von Piltdown (Grafschaft Sussex) gefunden worden. Die Schädeldecke war eindeutig menschlich, der Unterkiefer war eher einem Affen zuzuordnen. Wegen der an der Fundstelle entdeckten Tierfossilien schätzte man den „Piltdown-Menschen“ auf ein Alter von einer halben Million Jahre. Die gleichzeitig entdeckten Steinwerkzeuge deuteten auf ein intelligentes Wesen hin. Voll Begeisterung wurde der Fund „Eoanthropus dawsoni“ (Dawson-Mensch der Morgenröte) genannt.

Anthropologen außerhalb von Großbritannien meldeten Zweifel an. Irgendwie schien der große Unterkiefer nicht zum kleinen Schädel zu passen, aber jegliche Kritik wurde sofort beiseite gewischt. In den nachfolgenden Jahren wurden die bei der Entdeckung Beteiligten mit Ehrungen überhäuft. Es gab Adelstitel und für den früh verstorbenen Charles Dawson wurde ein Denkmal errichtet. 1935 tauchten neuerlich Zweifel am Piltdown-Fund auf, was in England als Schande betrachtet wurde. Das Dawson-Denkmal wurde zum Nationaldenkmal erhoben.

Im Lauf der Jahre verbesserten sich die Analysemethoden. Mit Hilfe von genauen Messungen konnte nachgewiesen werden, dass der Schädel höchstens 50.000 Jahre alt war. Der Kieferknochen eines Affen, der in Wahrheit gar nicht zum Schädel passte, war noch jünger. Ein genauer Blick auf die Zähne brachte den Betrug endgültig ans Licht. Die Zähne waren nachbearbeitet worden, um sie menschenähnlich aussehen zu lassen. Im November 1953 meldete die „Times“ in großer Aufmachung, dass der Piltdown-Mensch als Fälschung einzustufen ist.

Es ist bis heute nicht bekannt, wer die Fälschung anfertigte. Zu den Verdächtigen gehört auch Sir Conan Doyle, der Erfinder von Sherlock Holmes. Sein Haus lag in der Nähe des Fundortes. Die Zahl prähistorischer menschlicher und vormenschlicher Funde geht heute übrigens in die Tausende. Jeder weitere Betrugsversuch ist dadurch sinnlos geworden.




© 2016 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Jean Bernard Foucault
(1819-1868)
wies mit Hilfe eines langen Pendels die Erdrotation nach, verbesserte das Spiegelteleskop und erfand das Gyroskop, das vor GPS das wichtigste Navigationsgerät in Flugzeugen war.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch