Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

 Jahresübersicht 2007


23. Oktober 2021

zurück Übersicht weiter

50 JAHRE RAUMFAHRT: RAUMSONDEN


Eine Maschine, die auf eine Geschwindigkeit von 28.000 km/h und gleichzeitig auf eine Höhe von mindestens 300 km gebracht wird, umkreist die Erde als Satellit. Bei dieser Geschwindigkeit entspricht die Gravitation genau der Zentripetalkraft der Flugbahn. Der Satellit befindet sich in einem unendlichen freien Fall.

Wird die Geschwindigkeit eines Satelliten erhöht, dann beschreibt er eine ellipsenförmige Bahn. Mehrer Beschleunigungsvorgänge hintereinander können einen Satelliten schließlich in immer höhere Bahnen heben. Ab einer Geschwindigkeit, die etwas über 40.000 km/h liegt, verlässt ein Raumschiff endgültig die Erde. Der Satellit verwandelt sich in eine Raumsonde. Das erste Gerät, das weit hinaus ins All geschossen wurde, war die sowjetische Sonde Luna 1. Sie flog schon 15 Monate nach dem Beginn des Raumfahrtzeitalters in Richtung Mond, 2 Monate danach folgte die amerikanische Sonde Pioneer 4. Weitere Sonden folgten. Die Erfolge waren in der Anfangszeit bescheiden. Entweder konnten die Sonden den gewünschten Kurs nicht halten, oder der Funkkontakt ging verloren. Es konnte zumindest beweisen werden, dass eine Reise zu den Planeten technisch machbar ist.

Nachdem die USA beschlossen hatte, einen Mann auf den Mond zu befördern, musste die Mondoberfläche genau untersucht werden. Die Ranger-Sonden 7, 8 und 9 (1964 und 1965) waren besonders erfolgreich. Die NASA erhielt tausende detaillierte Aufnahmen der Mondoberfläche. Ab 1966 folgten die Lunar-Orbiter-Sonden, mit deren Hilfe Landeplätze ausgesucht wurden. Die weich gelandeten Surveyor-Sonden bewiesen schließlich, dass ein Raumschiff auf dem Mond landen konnte. Die sowjetischen Lunik- und Luna-Sonden untersuchten ebenfalls den Mond, wobei Lunik 3 erstmals Bilder von der Rückseite des Mondes lieferte. Weitere Flüge zu den Planeten folgten. Am bekanntesten waren die amerikanischen Marssonden Mariner und Viking. Die Sowjets nahmen mit Sputnik 7 relativ früh die Venus ins Visier. Die einzige Sonde, die bis zum Merkur vordrang war die amerikanische Mariner 10.

Die berühmtesten aller Raumsonden, die zu den größten technischen Leistungen aller Zeiten zählen, waren Pioneer 10 und Voyager 2. Pioneer 10 wurde am 3. März 1972 gestartet. Er sollte schadlos durch den Asteroidengürtel fliegen und den Jupiter erreichen, was auch gelang. Pioneer 10 hat inzwischen unser Sonnensystem in Richtung Unendlichkeit verlassen. An Bord befindet sich eine vergoldete Metalltafel mit einer Bildernachricht für außerirdische Intelligenzen. Voyager 2 startete am 5. September 1977 und passierte Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. An Bord befindet sich eine Schallplatte mit Tönen und Geräuschen aus unserer Natur.




© 2007 Rudolf Öller, Bregenz


Frontpage Übersicht Sitemap Joker Kontakt und Videos
1996 1997 1998 1999 2000
2001 2002 2003 2004 2005
2006 2007 2008 2009 2010
2011 2012 2013 2014 2015
2016 2017 2018 2019 2020
2021

Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden. Das Buch ist auch bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.