Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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 Jahresübersicht 2001


23. Oktober 2021

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Irrtümer: PLATON

Platon war der Sohn einer Aristokratenfamilie aus Athen. Sein Vater soll ein Nachkomme der frühen Könige von Athen gewesen sein und seine Mutter eine Verwandte des Staatsmanns Solon. Als junger Mann verschrieb sich Platon der Politik, zog sich aber bald enttäuscht zurück. Schließlich wurde er Schüler des Sokrates und bekannte sich zu dessen Denkweise. 399 v. Chr. ging Platon auf Reisen nach Italien, Sizilien und Ägypten. Nach seiner Rückkehr gründete er eine Akademie, deren berühmtester Schüler Aristoteles war.

Platon wurde mit seiner "Ideenlehre" berühmt, die bis heute Nachwirkungen zeigt. Die Ideen sind laut Platon wirklicher als die Dinge der Erscheinungswelt, sowohl wegen ihrer Vollkommenheit wie auch aufgrund der Tatsache, dass sie Modelle sind. Diese Ideologie - eine reine Kopfgeburt - gilt heute als überholt.

Platons politisches Werk "Politeia" beschäftigt sich mit der Gerechtigkeit und der Staatsverfassung. Platon zufolge setzt sich der ideale Staat aus drei Ständen zusammen, den Gewerbetreibenden mit der Tugend der Mäßigung, den Kriegern mit der Tugend der Tapferkeit und den Philosophen und Königen mit der Tugend der Weisheit. Der Stand eines Menschen wird durch die Erziehung bestimmt, wobei Platons Erziehungssystem hauptsächlich auf Philosophen oder Könige ausgerichtet ist.

Platon verdeckt seine schwächsten Ideen mit starken Worten. So ist für ihn Freiheit gleichzusetzen mit Gesetzlosigkeit, Gleichheit vor dem Gesetz mit Unordnung. Die Demokraten werden als liederlich, unverschämt, gesetz- und schamlos dargestellt. Der Ursprung der Lebewesen funktioniert folgendermaßen: Die Götter haben die Männer geschaffen, manche entarteten zu Feiglingen, aus diesen entstanden dann die Weiber, aus den entarteten Weibern entstanden die Tiere, und so ist die ganze Natur ein Sammelsurium der Verfalls. Oft spricht Platon vom Staat, der von negativen Elementen rein gehalten werden muss: "... ob sie den Staat um seines Besten willen reinigen, indem sie einige seiner Bürger töten oder deportieren ..." Die moderne Bezeichnung für diese Forderung Platons ist "liquidieren". Insgesamt liefert Platon mit diesen und ähnlichen Ideen eine Legitimation für Inquisitoren, Tyrannen, und das ganze linke und rechte Diktatorengesindel.

Platons Werk hat auf die Philosophie und Theologie des Abendlandes lange einen negativen Einfluss ausgeübt. Seine Ideenlehre steht immer noch in den Schulbüchern, bisweilen ist auch von seinen mathematischen Gedanken die Rede. Von seinen totalitären, ja geradezu gewalttätigen Ideen, erfahren Schüler so gut wie nichts.

Der glückliche Sisyphos
Aristoteles
Krise der Ideologie
Ideologien: Platon
nature

© 2001 Rudolf Öller, Bregenz


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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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