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16. Juni 2024


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Geschichte der Biologie: ARISTOTELES

Es ist wenig bekannt, dass die griechische Naturwissenschaft, insbesondere aber die Biologie, mit Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) einen ersten Höhepunkt erreichte. Aristoteles kam aus Nordgriechenland, war ein Lehrer von Alexander dem Großen und gilt als der vielseitigste der griechischen Philosophen. Er schrieb über viele Bereiche, wie etwa Biologie, Physik, Literatur, Politik und Ethik. Im Mittelalter erreichten seine physikalischen Schriften, die sich hauptsächlich mit dem Aufbau des Universums befassten, große Berühmtheit. Doch gerade diese Arbeiten erwiesen sich später als falsch.

Die gesamte Biologie, insbesondere aber das Studium der Meerestiere, zählte zu Aristoteles’ liebster intellektueller Beschäftigung. Seine biologischen Bücher erwiesen sich als die besten seiner wissenschaftlichen Arbeiten, aber genau diese Werke wurden später - vor allem im Mittelalter - wenig beachtet.

Aristoteles waren Kopfgeburt-Philosophien zuwider. Erkenntnisgewinn durch bloßes Nachdenken ohne Naturbeobachtung erschien ihm zu banal. Er beschrieb daher sorgfältig Erscheinung und Eigenart von Tieren. Seine Arbeiten umfassen ungefähr 500 Tierarten. Die Beschreibung der Tierwelt wäre noch keine besondere Leistung gewesen sein, aber Aristoteles ging weiter. Er erkannte, dass verschiedene Tiere in Gruppen eingeteilt werden können. Zum Beispiel ergab sich aus Aristoteles' Beobachtung des Delphins, dass dieses Tier einem Fisch nicht ähnlich ist, obgleich eine oberflächliche Betrachtung seine Zugehörigkeit zu den Fischen nahe legte. Der Delphin hat, so erkannte Aristoteles, keine Kiemen sondern Lungen. Er ist außerdem ein Warmblüter und bringt lebende Junge zur Welt, die vor der Geburt über eine Nabelschnur ernährt werden. Aristoteles behauptete aufgrund dieser Beobachtungen, dass die Gruppe der Wale (und Delphine) mit den Säugetieren und nicht mit den Fischen verwandt sei. Mit dieser und anderen Überlegungen war Aristoteles seiner Zeit über zweitausend Jahre voraus, denn die Wale wurden im Mittelalter zu den Fischen gerechnet. Aristoteles sah auch, wie die Natur stufenweise in Richtung auf den Menschen fortschritt.

Aristoteles gilt als Begründer der Zoologie, aber das Pflanzenreich hatte er vernachlässigt. Nach seinem Tode führte sein Schüler Theophrastus die Biologie als Wissenschaft mit der Botanik (Pflanzenkunde) fort. Zur Zeit der kirchlichen Inquisition galt Aristoteles als der Autor, der die Wissenschaft vom Universum vollendet hatte. Seiner Lehre zu widersprechen oder sie zu erweitern galt als so gefährlich, dass die Biologie über Jahrhunderte hinweg ein Schattendasein führen musste.

Der glückliche Sisyphos
Platon
nature

© 2003 Rudolf Öller, Bregenz


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Thomas Hunt Morgan
(1866-1945)
kreuzte massenhaft Fliegen und entdeckte dabei zufällig, dass die Gene auf den Chromosomen liegen.


Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe von Wissenschaftlern, die Gott gründlich ins Handwerk pfuscht und dabei zugrunde geht.
Europa Verlagsgruppe. ISBN 9791220149914

Alles beginnt mit einer harmlosen Untersuchung: Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

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