Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

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23. Oktober 2021

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VOM FUSS ZUM METER

Irgendwann in grauer Vorzeit begannen die Menschen, die Fläche ihrer Grundstücke, die Höhe der Gebäude oder die Entfernungen zu den Nachbardörfern zu vergleichen. Zum Messen benötigt man eine Vergleichsgröße. Diese nannte man früher ein "Maß" heute ist der Begriff "Einheit" üblich. Es ist im Grunde egal, welches Maß oder welche Einheit man verwendet. Maße bzw. Einheiten sollten nur möglichst genau festgelegt sein. Vorteilhaft ist es auch, wenn im Nachbardorf die gleiche Einheit für eine messbare Größe verwendet wird, denn das erleichtert den Handel. Im Mittelalter waren unübersehbar viele verschiedene Maße in Verwendung. Fahrende Händler waren gezwungen, in beinahe jeder Stadt andere Längen- und Gewichtsmaße zu verwenden.

Bis zum 18. Jahrhundert gab es über hundert verschiedene Ellenlängen in Europa. Eine Elle stellte die ungefähre Länge des Unterarms dar. Der Fuß - ein anderes Längenmaß - war die Schuhgröße Karls des Großen. Dieser Fuß (ca. 30 Zentimeter) wurde in 12 Teile geteilt, und das nannte man ein Zoll oder (englisch) ein Inch. Ein Klafter war die Entfernung von Fingerspitze zu Fingerspitze, wenn man die Arme ausstreckte. Diese Ungenauigkeit wurde im 16. Jahrhundert beseitigt, als man den Klafter einigermaßen genau definierte: Er hatte ca. 1,9 Meter. Den in gewisser Weise traditionsbewussten Amerikanern verdanken wir das Überleben einiger alter Maße in Form der in Zoll gemessenen Computerbildschirme. Ein Zoll (Inch) sind 25,4 Millimeter.

Die Vielfalt der Längenmaße in Form von Fuß, Klafter, Zoll, Yards, Meilen usw. bildete eine Barriere für die sich entwickelnden Handelsbeziehungen und Wissenschaften. Die Globalisierung ist ja keine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Globalisiert wird seit mindestens 500 Jahren.

1670 kamen Vorschläge, ein Naturmaß zur Festlegung einer allgemein gebräuchlichen Längeneinheit heranzuziehen. 1790 begannen auf Initiative Frankreichs die Arbeiten zum Aufbau eines internationalen Einheitensystems. Um die nationalen Gefühle keines Landes zu verletzen, sollten völlig neue Einheiten entwickelt werden. 1792 begannen die Vermessungsarbeiten des Viertelmeridians der Erde (Strecke vom Äquator zum Pol). Diesen Viertelmeridian teilte man in 10 Millionen Teile und erhielt so den "Meter". Nicht Frankreich sondern Holland führte 1816 als erstes Land den Meter ein, andere Länder wie Deutschland und Österreich folgten bald. Heute ist der Meter nicht als Teil des Erdmeridians definiert sondern - wesentlich genauer - als die Strecke, die das Licht im Laufe eines bestimmten Sekundenbruchteils zurücklegt.

Magdeburger Halbkugeln
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Die Schwerkraft
Das neue Kilogramm
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© 2002 Rudolf Öller, Bregenz


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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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