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26. November 2022


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BOMBENSICHER


Die Wasserstoffbomben der Fünfziger- und Sechzigerjahre, von denen demnächst hier die Rede sein wird, hatten sogar Militärstrategen erschüttert. In den Sechzigerjahren war das US-Militär bereits elektronisch vernetzt. Elektronikexperten begannen, sich Sorgen zu machen. Was passiert, wenn ein militärisches Rechenzentrum durch eine Atombombe zerstört wird?

Die dem amerikanischen Verteidigungsministerium unterstellte Agentur ARPA ("Advanced Research Projects Agency") trieb Entwicklungen im Bereich der Computervernetzung voran. Die Fachleute wollten Kommunikationskanäle haben, die auch unter widrigen Bedingungen eine zuverlässige Übertragung von Daten ermöglichte. Das neuartige elektronische System sollte so bombensicher gemacht werden, dass sogar bei einem Ausfall großer Teile der verbleibende Rest des Netzes noch funktionsfähig blieb. Dazu war es nötig, ein System autonomer Knoten ohne ein Zentrum zu konstruieren.

Im September 1969 wurden die Rechner der Universitäten Berkeley und Santa Barbara und der SRI International (Stanford Research Institute) in Menlo Park zusammengeschlossen. Das Netz, das damals den Testbetrieb begann, wuchs allmählich und wurde bis heute nie abgeschaltet. Aus den damaligen Maschinen ist ein weltumspannendes Netzwerk geworden, das heutige Internet. Zum Glück war das Internet, das damals noch ARPAnet hieß, nie einem atomaren Angriff ausgesetzt, aber im September 2001 erlebte das Netz seine Feuerprobe. Im alten World Trade Center stand ein großer Internetknoten. Als er zerstört wurde, funktionierte das Netz trotzdem weiter.

Im Laufe der Jahre wurden spezielle Systeme (so genannte „Protokolle“) entwickelt. Einige gibt es heute noch, wie etwa E-Mail und andere. 1973 wurde ein bis heute weltweit gültiges Protokoll eingeführt, das TCP/IP ("Transmission Control Protocol/Internet Protocol"). In den Achtzigerjahren wuchs das Internet stark an. Der militärische Bereich wurde in ein eigenes „Milnet“ ausgelagert. Überall auf der Erde entstanden kleinere Netze, die umgehend Anschluss an das inzwischen groß gewordene US-Internet suchten.

Nachdem bei CERN in Genf eine neue Form der Datenverarbeitung – das html-Protokoll - programmiert worden war, entwickelte eine Gruppe an der Universität Illinois ein Programm namens „Mosaic“. Marc Andreessen, der Chef der Programmierertruppe, wurde später Präsident der Firma Netscape. Sie brachte den Urahn aller heutigen „Browser“ auf den Markt. Die rasche Computerisierung der Welt führte direkt zum ersten mit Viren und Trojanern geführten elektronischen Krieg, den US-Präsident Ronald Reagan anordnete und gewann.




© 2016 Rudolf Öller, Bregenz



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Helden der Wissenschaft:
Aristarch von Samos
(ca. 310-230 v.Chr.)
entwickelte als erster Naturwissenschaftler ein heliozentrisches System, versuchte die Planetenbahnen zu errechnen und war damit seiner Zeit zwei Jahrtausende voraus.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

"Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir pfiffen auf alle Corona-Bestimmungen und trafen uns an jedem Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod."

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