Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2004

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut. (Perikles)

14. September 2026

zurück Übersicht weiter

JOSEPH PRIESTLEY

Warum heißt der Sauerstoff eigentlich Sauerstoff? In jedem Lehrbuch steht, dass es sich um ein geschmack- und geruchloses Gas handelt, das Lebewesen für ihre Stoffwechselprozesse benötigen. Der Sauerstoff war ursprünglich als wichtiger Bestandteil vieler Säuren identifiziert worden. Als man herausfand, dass es Säuren gibt, die keinen Sauerstoff enthalten, wie etwa die Salzsäure, war es zu spät. Der Name Sauerstoff (lateinisch „Oxygenium“, chemisches Zeichen: O) hatte sich festgesetzt.

Die Bedeutung des Sauerstoffs erkannte erstmals der englische Pfarrer und Universalgelehrte Joseph Priestley. Priestley wurde 1730 in der Nähe von Leeds in Großbritannien geboren. Er studierte Theologie, hörte aber auch Vorlesungen über Naturwissenschaften und Philosophie. Ab seinem 25. Lebensjahr war er als Pfarrer tätig. Später arbeitete Priestley als Privatlehrer. Er verfasste 1761 „The Rudiments of English Grammar“, eine Grammatik der englischen Sprache, die von älteren Sprachauffassungen abwich. Der amerikanische Staatsmann und Erfinder Benjamin Franklin, mit dem er 1766 in London zusammentraf, bestärkte Priestley in seiner Absicht, sich den Naturwissenschaften verstärkt zu widmen.

Wenige Jahre später führte Priestley seine historischen Versuche durch. Er stellte eine brennende Kerze in einen abgeschlossenen Glasbehälter. Die Kerze erlosch nach kurzer Zeit. Als er eine Maus in den gleichen Behälter brachte, erstickte sie nach einigen Minuten. Daraufhin setzte er Maus und Kerze zusammen in den Behälter. Die Kerze erlosch schneller als sonst. Offenbar benötigten Maus und Kerze den gleichen Bestandteil der Luft. Wenn aber auf der Erde ständig Verbrennungsprozesse stattfinden und gleichzeitig viele Lebewesen atmen, müsste dann nicht dieser Luftbestandteil rasch verbraucht sein? Im Rahmen weiterer Versuche machte Priestley die entscheidende Entdeckung. Er hatte einen Minzezweig in die Luft eingebracht in der zuvor eine Kerze erloschen war. Er konnte in der ursprünglich verbrauchten Luft eine Kerze erneut zum Brennen bringen. Die Pflanze hatte der Luft den entscheidenden Bestandteil wiedergegeben, der ihr durch die Kerze und die Maus entnommen worden war.

Priestley hatte damals unabhängig vom schwedischen Chemiker Carl Scheele den Sauerstoff entdeckt. Später entdeckte er das Schwefeldioxid, die schweflige Säure, die Stickstoffoxide, darunter das Lachgas, und 1799 das giftige Kohlenoxid. Joseph Priestley hinterließ zahlreiche Schriften über Politik, Religion und Wissenschaft. Er starb vor 200 Jahren, am 6. Februar 1804 in Nothumberland im US-Bundesstaat Pennsylvenia.

Kuriositätenkabinett
Hämoglobin
Milchsäure im Oberschenkel
Science online

© 2004 Rudolf Öller, Bregenz

Frontpage Übersicht Sitemap Joker Kontakt und Videos
1996 1997 1998 1999 2000
2001 2002 2003 2004 2005
2006 2007 2008 2009 2010
2011 2012 2013 2014 2015
2016 2017 2018 2019 2020
2021 2022 2023 2024 2025
2026 .. .. .. ..

Helden der Wissenschaft:
Otto Robert Frisch
(1904-1979)
deutete gemeinsam mit seiner Tante Lise Meitner die Experimente von Otto Hahn als Atomkernspaltung. In Los Alamos arbeitete er später an der Entwicklung der Atombombe mit.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch