Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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MOSSAD


Der saudische Journalist Jamal Khashoggi stand den Muslimbrüdern nahe. Diese Tatsache und einige seiner kritischen Artikel dürften dem saudischen Königshaus nicht gefallen haben. Als er im Konsulat in Istanbul ein paar Papiere holen wollte, die er für seine Scheidung benötigte, wurde er von einem Killerkommando ermordet, das zuvor von einem Dutzend überwachungskameras registriert worden war. Diese Vorgehensweise war erstaunlich dumm. Die Israelis hätten die Sache professioneller durchgeführt.

"Ha Mossad" (das Institut) ist der geheime Nachrichten- und Sicherheitsdienst Israels. Er operiert seit der Staatsgründung vor 70 Jahren weltweit und ist deshalb einer Erwähnung wert, weil er seine Gegner durch Liquidierung von Wissenschaftlern bis heute auf Distanz halten konnte. Israel möchte einen zweiten Holocaust mit allen Mitteln verhindern.

Otto Skorzeny war Offizier der Leibstandarte SS Adolf Hitler. Während der Massenmörder Adolf Eichmann nach dem Krieg vom Mossad in Südamerika aufgespürt, nach Israel entführt und dort hingerichtet wurde, fühlte sich Skorzeny sicher. Nach seinem Tod im Juli 1975 wurde der Grund dafür bekannt. Skorzeny war vom Mossad rekrutiert worden, dafür durfte er am Leben bleiben und wurde sogar beschützt. Skorzeny verriet dem Mossad die Namen deutscher Raketenfachleute, die in ägypten arbeiteten. Mitte der Sechzigerjahre, so teilte ein ranghoher Mossad-Offizier in einem Interview mit, gab es in ägypten keinen einzigen deutschen Techniker mehr. Sie verschwanden oder starben nach Unfällen.

Politiker, Beamte, Banker und andere in diesen Berufen Tätige sind meist unverzüglich ersetzbar. Bei Spitzenwissenschaftlern und Technikern ist das nicht ohne weiteres möglich. Hier setzt der Mossad an, dem es an einschlägigen Erfahrungen nicht mangelt. Nach den Attentaten der Terrororganisation "Schwarzer September" bei den olympischen Spielen von München 1972 spürte der Mossad die Mörder weltweit auf und ließ sie liquidieren. Der damalige Mossad-Chef Zwi Zamir bestätigte ohne zu zögern: "Ich brauchte keinen Befehl der Ministerpräsidentin. Ich wusste, was zu tun war." Der Journalist Ronen Bergmann, der jahrelang über den Mossad recherchiert hatte, schrieb dazu: "Seit dem Zweiten Weltkrieg hat Israel mehr Menschen liquidieren lassen als jedes andere Land im Westen."

Bergmann berichtet auch, dass 15 Physiker, die im Iran an Zündmechanismen für Atombomben arbeiteten, vermisst werden oder nach Unfällen verstarben. Der Mossad bekämpft nicht nur die Wissenschaftler seiner Feinde, er rekrutiert auch die besten Wissenschaftler im eigenen Land. Das sind nur zwei Gründe, warum der Mossad taktisch und strategisch überlegen ist.




Israel

© 2018 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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