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NOBELPREISE 2018: PHYSIK


Der englische Physiker und Mathematiker Isaac Newton dunkelte sein Arbeitszimmer ab. Durch eine kleine Öffnung fiel ein Sonnenstrahl, den Newton durch ein dreikantiges Prisma lenkte. Am anderen Ende teilte sich der Strahl und erzeugte Regenbogenfarben. Newton glaubte, dass das weiße Licht aus verschiedenen Farben zusammengesetzt ist, wobei jede Farbe einer bestimmten Wellenlänge entspricht. Heute wissen wir, dass Newton Recht hatte. Jedes Licht, das in der Natur vorkommt, besteht aus verschiedenen Wellenlängen. Blau hat eine Wellenlänge von ungefähr 400 millionstel Millimeter, Rot hat 700 millionstel Millimeter.

Beim Laser ist das anders, er sendet Licht nur mit einer ganz bestimmten Wellenlänge aus. Laser ist die englische Abkürzung von "Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung". Albert Einstein hatte diesen Effekt bereits 1917 vorausgesagt. 1928 wurde der erste experimentelle Beweis durch den deutschen Physiker Rudolf Ladenburg erbracht. Der erste funktionsfähige Laser, ein "Rubinlaser", wurde 1960 vom Amerikaner Theodore Maiman vorgestellt. Bis heute werden Laser laufend verbessert und sind wegen ihrer Eigenschaften in vielen Bereichen der Technik nicht mehr wegzudenken.

Die diesjährigen Physiknobelpreise gingen an den Amerikaner Arthur Ashkin, den Franzosen Gérard Mourou und die Kanadierin Donna Strickland. Die Erfindungen der diesjährigen Preisträger haben die fast 60 Jahre alte Lasertechnik revolutioniert. So begründete die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm ihre Entscheidung.

In den Medien war von einer "optischen Pinzette" die Rede. Dass man mit Licht kleinste Objekte bewegen kann, weiß man schon lange, es fehlte lediglich die Präzision. Arthur Ashkin hat nun eine Lasertechnik entwickelt, mit deren Hilfe man kleinste Dinge wie Moleküle, Viren und Bakterien gezielt ergreifen und transportieren kann. Es lassen sich sogar winzigste Kräfte innerhalb von lebenden Zellen messen. Damit eröffneten sich neue Möglichkeiten. Donna Strickland und Gérard Mourou haben eine Technik erfunden, mit deren Hilfe man ultrakurze und äußerst intensive Laserimpulse aussenden kann. Diese Methode nennt sich CPA (chirped pulse amplification), sie hat neue Forschungsfelder eröffnet und zu Anwendungen sowohl in der Industrie als auch in der Medizin geführt.

Arthur Ashkin ist mit 96 Jahren der älteste Mensch, der jemals den Nobelpreis bekommen hat. Donna Strickland ist die dritte Frau, die in der fast 120 Jahre langen Geschichte der Nobelpreise den Physiknobelpreis erhalten hat. Vor ihr ist das nur der Polin Marie Curie (1903) und der Deutschen Maria Goeppert-Mayer (1963) gelungen.




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© 2018 Rudolf Öller, Bregenz



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Helden der Wissenschaft:
Jakob Bernoulli
(1654-1705)
begründete die Wahrscheinlichkeitstheorie, die Besuchern von Spielcasinos unbekannt ist, was die Betreiber dieser Casinos aber freut.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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