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RHETICUS


Georg Joachim Rheticus wurde am 16. Februar 1514 in Feldkirch geboren. Seine Eltern, Georg Iserin und Thomasina de Porris, stammten aus Italien. Der Vater war Arzt und erhielt im Geburtsjahr seines Sohnes das Feldkircher Bürgerrecht. Er war ein vielseitig gelehrter Mann, der seinem Sohn früh die Bedeutung der Wissenschaften erklärte. Georg Joachim besuchte die angesehene Feldkircher Lateinschule. Latein war damals die internationale Sprache der Wissenschaft. Als Jugendlicher erlebte Georg Joachim die Hinrichtung seines Vaters. Diesem waren Diebstahl und Betrug vorgeworfen worden. Möglicherweise lag der wahre Grund der Hinrichtung Georg Iserins in dessen wissenschaftlichen Tätigkeiten, was damals mitunter zum Vorwurf der Hexerei und der Teufelskünste führte.

Georg Rheticus wurde zum einzigen Assistenten von Nikolaus Kopernikus, der mit seinem Jahrtausendwerk "De revolutionibus orbium coelestium" (Über die Umdrehungen der Himmelskörper) Geschichte schrieb. Im Weltbild der Kirche lag die Erde im Zentrum des Universums. Kopernikus sah die Sonne im Zentrum, aber er getraute sich nicht, diese neue These zu veröffentlichen. Das besorgte Rheticus. Er redigierte Kopernikus' Manuskript und bereitete die Drucklegung vor. 1543 erschien das Jahrtausendbuch in Nürnberg. Ohne Rheticus würde heute kein Mensch von Kopernikus reden.

Neunzig Jahre später wurde der Astronom und Mathematiker Galileo Galilei in Rom verurteilt, weil er die Behauptungen des Nikolaus Kopernikus für wahr gehalten hatte. Galileis Buch "Dialogo" (der Dialog) berief sich tatsächlich weitgehend auf Kopernikus' Theorien.

1982 erschien Galileis "Dialog" in deutscher Sprache mit einem Vorwort von Albert Einstein, das dieser 1952 für eine amerikanische Ausgabe geschrieben hatte. Darin schreibt Einstein: "Das Leitmotiv von Galileos Schaffen sehe ich in dem leidenschaftlichen Kampf gegen jeglichen auf Autorität sich stützenden Glauben. … Wir können uns heute schwer vorstellen, wie unheimlich und revolutionär eine solche Einstellung zu Galileos Zeiten erschien, in welcher der bloße Zweifel an der Wahrheit … als todeswürdiges Verbrechen betrachtet und bestraft wurde." Wir wissen heute, dass es von Galileis Dialog zu Newtons Physik ein Schritt und von dort zu Einsteins Relativitätstheorie nur ein weiterer Schritt war. Von Kopernikus über Rheticus, Galileo und Newton bis hin zu Einstein verläuft somit eine schnurgerade Linie.

Die interessante Ausstellung "Von Hugo bis dato" im Palais Liechtenstein ist Teil der Feierlichkeiten zum 800. Gründungsjubiläum der Stadt Feldkirch. Sie ist noch bis 25. November 2018 zu besuchen und enthält auch Informationen zu Georg Rheticus.




Kopernikus und Kepler

© 2018 Rudolf Öller, Bregenz



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Helden der Wissenschaft:
Jakob Bernoulli
(1654-1705)
begründete die Wahrscheinlichkeitstheorie, die Besuchern von Spielcasinos unbekannt ist, was die Betreiber dieser Casinos aber freut.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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