Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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EISZEIT


Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass sich das Klima in den letzten Jahrzehnten erwärmt hat. Wir benötigen keine "Experten", um das festzustellen. Es genügt ein Blick auf die Gletscher, die sich immer weiter zurückziehen. Die gleiche Erwärmung geschah auch während der Blütezeit des Römischen Imperiums und im Mittelalter. Die Alpenpässe waren damals frei, was sich auf die Politik auswirkte. Das Freiwerden der Gebirgsübergänge beflügelte Handel und Reiseverkehr, was zur Ausbreitung des römischen Weltreiches und später zur Bildung des heutigen Europa beitrug.

Während der Völkerwanderungszeit und während des dreißigjährigen Krieges kam es zu empfindlichen Abkühlungen. Heute kennen wir die Ursachen dafür. Unsere heiße Lebensspenderin im Zentrum des Sonnensystems unterbricht alle paar Jahrhunderte ihren elfjährigen Strahlungszyklus und scheint den eigenen Thermostaten nach unten zu drehen.

Nun ist es wieder so weit. Seit einigen Jahren sehen Forscher eine Mini-Eiszeit heraufziehen - zuletzt Wissenschaftler der University of California in San Diego. Im Fachjournal "Astrophysical Journal Letters" sehen sie eine Kälteperiode wie in der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert auf uns zukommen. Diese Schwächephase der Sonne wird "großes Minimum" oder "Maunder-Minimum" genannt - nach den englischen Astronomen Annie und Walter Maunder. Die Sonnenfleckenaktivität ist in den letzten Jahren wie erwartet zurückgegangen. Da die Zahl der Flecken nicht wieder zunimmt, sondern noch weiter sinkt, wird allmählich klar, dass ein längeres solares Strahlungsminimum droht.

Amerikanische und russische Astronomen haben bereits vor einigen Jahren auf einem Kongress Forschungsergebnisse präsentiert, wonach die Sonne schon bald in eine Ruhephase gehen könnte, die dem Maunder-Minimum im 17. Jahrhundert ähnelt. In Holland froren damals die Grachten zu und in England die Themse. Sogar die gesamte Ostsee war mehrmals vollständig von Eis bedeckt. Die Sommer blieben kühl und feucht. Zwei besonders eisige Abschnitte waren das Maunder-Minimum von 1645 bis 1715 sowie das Dalton-Minimum von 1790 bis 1830. In einer dreißigjährigen Phase erschienen auf der Sonne nur 50 Flecken. Normal wären mehrere tausend gewesen. Zwischen 1672 und 1704 wurde kein einziger Fleck beobachtet.

Niemand weiß, wie sich eine baldige Zwischeneiszeit entwickeln wird. Vielleicht dauert sie nur einige Jahre, sie kann auch lang und frostig ausfallen. Entscheidend ist, dass alle Prognosen über Temperaturerhöhungen und Meeresspiegeländerungen nichts als unwissenschaftliche Kaffeesudanalysen sind. Über das Klima in 20 Jahren wissen wir heute gar nichts.




Unerbittliches Klima

© 2018 Rudolf Öller, Bregenz



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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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