Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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25. Oktober 2021

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US-HIGHWAY 101 (2)


Der rund 2.500 Kilometer lange Highway 101, der entlang der amerikanischen Westküste verläuft, ist die Straße des Erfolgs. Nirgendwo sonst auf der Welt herrscht eine derartige Dichte an Innovationsfähigkeit und -bereitschaft. Mit dieser Region kann nur die "Blaue Banane" der Europäischen Union halbwegs mithalten, ein Industrie- und Forschungsgebiet, zu dem auch Westösterreich gehört. Die bemerkenswerteste Region der U.S. Route 101 ist das "Siliziumtal" (Silicon Valley) südlich von San Francisco.

Das Silicon Valley wurde von Studenten der Stanford University (Spitzname "die Farm") gegründet. Stanford liegt eine knappe Autostunde südlich von San Francisco im Städtchen Palo Alto und wurde 1884 von Leland Stanford und seiner Frau Jane gegründet. Sie stellten die Grundstücke und das Startkapital zur Verfügung. Der Lehrbetrieb begann 1891. Stanford zählt heute zu den besten Universitäten der Welt. 30 Stanford-Professoren wurden bisher mit einem Nobelpreis ausgezeichnet. Einer der berühmtesten Absolventen war der ehemalige US-Präsident Herbert Hoover, nach dem der zentrale Turm auf dem Campus benannt ist. Hoover hatte hier Geologie studiert.

Nur wenige Kilometer von Stanford entfernt befindet sich im kleinen Ort Los Altos ein Einfamilienhaus mit Garage. Die ursprüngliche Hausnummer (11161) wurde inzwischen auf 2066 Crist Drive geändert. Hier haben vor vier Jahrzehnten das Verkaufsgenie Steve Jobs und sein kongenialer Elektroniker Steve Wozniak den ersten Personal Computer aus zusammengekauften Bestandteilen gebaut. Heute ist die daraus entstandene Firma Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. In Österreich wäre solch ein Husarenstück - bürokratiebedingt – zurzeit unmöglich.

Die Route 101 hat an ihrem Ende noch ein Glanzstück aufzuweisen. Wenn man in Downtown Los Angeles vom Highway 101 auf den Highway 110 wechselt, das ist ein Rest der alten "Route 66", erreicht man nach wenigen Minuten die Stadt Pasadena. Hier liegt das "California Institute of Technology", kurz "Caltech" genannt. Es ist ein schöner großer Campus, der sich über mehrere Blöcke erstreckt. Caltech ist eine auf Natur- und Ingenieurswissenschaften spezialisierte Privatuniversität. Sie wurde zeitgleich mit Stanford gegründet und pendelt heute in allen weltweiten Vergleichsstudien zwischen dem ersten und fünften Platz. Die beste deutschsprachige Universität ist übrigens die ETH Zürich auf Platz 10. In welcher Liga das Caltech spielt, ist bei einem Bummel durch den Campus zu sehen. Hier gibt es ein Gebäude, groß wie eine Schule, mit der Aufschrift "Joint Center for Artificial Photosynthesis". Künstliche Photosynthese. In Europa spricht noch niemand davon. 




Think big

© 2017 Rudolf Öller, Bregenz



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Helden der Wissenschaft:
Robert Andrews Millikan
(1868-1953)
hatte die scheinbar verrückte Idee, Öltröpfchen in einem elektrischen Feld schweben zu lassen und vermaß damit erstmals die elektrische Elementarladung.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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