Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

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25. Oktober 2021

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DIE AUFKLÄRUNG


Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, der „Primas Germaniae“, sagte kürzlich in einem Interview: „Ein, so scheint mir, wichtiger Unterschied zwischen den beiden Religionen liegt darin, dass das Christentum durch die Aufklärung gegangen ist, der Islam hingegen nicht – was sich als ein Problem erweisen kann.“ Der Satz soll Gelegenheit geben, über das europäische Phänomen der Aufklärung nachzudenken.

Kennzeichen der Aufklärung, die im 18. und 19. Jahrhundert ihre Höhepunkte hatte, sind die menschliche Vernunft, das Ablegen von Vorurteilen, die religiöse Toleranz und die Beachtung der Naturwissenschaften, um die wichtigsten zu nennen. Gesellschaftspolitisch verfolgte die Aufklärung das Recht auf persönliche Handlungsfreiheit, Bildung, allgemeine Menschenrechte und das Gemeinwohl. „Emanzipation“ lautete die Parole. Das Wort kommt aus dem lateinischen „e manu patere“, was bedeutet, jemanden „aus der [führenden] Hand zu entlassen“.

Bedeutende Vertreter der Aufklärung waren der französische Philosoph und Mathematiker René Descartes, der britische Mathematiker und Physiker Isaac Newton, die deutschen Schriftsteller, Philosophen und Universalgelehrten Johann Wolfgang von Goethe, Gottfried Wilhelm Leibniz und Immanuel Kant sowie eine große Zahl an Biologen, Physikern und Astronomen.

Die USA sind nicht nur durch die importierte europäische Aufklärung mächtig geworden, sondern durch die Tatsache, dass es das erste und einzige Land der Neuzeit ist, das als Demokratie gegründet wurde. Zur Supermacht wurden die USA durch eine Handvoll energischer Unternehmer des 19. und 20. Jahrhunderts. Es waren der Ölproduzent John D. Rockefeller, der in England geborene Stahlgigant Andrew Carnegie, der „Schiffs- und Eisenbahnkönig“ Cornelius Vanderbilt, der Autoproduzent Henry Ford und der Telefonbetreiber, Stromerzeuger und Investmentbanker John P. Morgan, der durch den Ankauf von Staatsanleihen die USA 1907 vor dem sicheren Bankrott rettete. Diese amerikanische Tradition wurde durch Leute wie Andrew Grove (Intel), Tomas Watson (IBM), Steven Jobs und Stephan „Steve“ Wozniak (Apple), William „Bill“ Gates (Microsoft) und anderen bis heute weiter geführt. Diese Leute waren und sind skrupellos und steinreich, aber sie haben neben Macht und Reichtum auch Wohlstand und Fortschritt produziert.

Die Gegner der Aufklärung findet man in den Lagern rechter und linker Ideologen und fundamentalistischer Theologen. Sie verachten frei denkende und handelnde Menschen. Sie wollen angepasste Kreaturen und dressierte Völker, die ihren Führern gedankenlos folgen, entweder zurück in eine geistige Steinzeit oder mitten ins Verderben. Meist beides.



© 2015 Rudolf Öller, Bregenz



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Robert Andrews Millikan
(1868-1953)
hatte die scheinbar verrückte Idee, Öltröpfchen in einem elektrischen Feld schweben zu lassen und vermaß damit erstmals die elektrische Elementarladung.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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