Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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25. Oktober 2021

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BLUTGRUPPEN


Gäbe es die Blutgruppen nicht, könnte jedes Spenderblut jedem kranken Empfänger gegeben werden. So aber gibt es verschiedene Blutgruppen und Rhesusfaktoren, die man nicht nach Belieben zusammenschütten darf, denn Blutgruppe A ergibt mit Blutgruppe B vermischt hässliche Klumpen in den Adern, und das wäre tödlich.

Die Frage, warum es Blutgruppen gibt, können Biologen nur annähernd beantworten. In der Schule hört man, dass Charles Darwin vor eineinhalb Jahrhunderten behauptet hat, die Evolution des Lebens beruhe auf dem Überleben des Stärkeren. Erstens hat Darwin das nie behauptet, zweitens hat er in seinem Buch „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Selektion“ in einem Kapitel geschrieben, dass nicht alle Merkmale des Lebens der Selektion unterliegen. Es heißt da: „Ein ernsterer Einwand ist … erhoben worden, dass viele Eigenschaften ihren Besitzern gar nicht von Nutzen zu sein scheinen und somit nicht durch natürliche Selektion entstanden sein können.“ Darwin beschreibt zahlreiche Beispiele aus der Natur und kommt zum Schluss, dass manche Tier- oder Pflanzenarten Merkmale zeigen, deren Sinn man nicht ergründen kann. Heute wissen die Biologen, dass ein Teil der Vielfalt tatsächlich keinen Sinn ergibt und durch Koppelungsmechanismen auf den Chromosomen eher zufällig entstanden ist. Manchmal ist die Natur eben nicht perfekt und agiert wie der Mensch: es entsteht unnötiges Zeugs.

Eine Frage hat Biologen besonders interessiert: Sind die Blutgruppen beim Menschen entstanden oder schon bei unseren Vorfahren? In der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" wurde kürzlich berichtet, dass der sogenannte Polymorphismus der Blutgruppen vor mindestens zwanzig Millionen Jahren entstanden sein muss, denn Blutgruppen gibt es auch bei Affen. Forscher der University of Chicago haben in das Erbgut von Primatenarten geblickt, darunter Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. Bei allen vierzig untersuchten Arten sind die AB0-Typen vorhanden, nur bei einigen wenigen fehlt entweder die A- oder B-Variante. Die Biologen sprechen hier von einem „artübergreifenden Polymorphismus“. Die Frage, warum es verschiedene Blutgruppen gibt, ist damit noch nicht eindeutig geklärt, dazu müsste man weitere Gene des Chromosomenabschnittes untersuchen.

Rund um die Blutgruppen gibt es esoterische Geschichten. Es werden beispielsweise den Blutgruppen bestimmte Charaktermerkmale der Menschen zugeteilt, die demnach auch die Affen haben müssten. Auch gibt es „Blutgruppendiäten“ und anderen Unfug. Diese Märchen sind entstanden, als man noch glaubte, dass Blutgruppen nur beim Menschen vorkommen.




© 2012 Rudolf Öller, Bregenz


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Robert Andrews Millikan
(1868-1953)
hatte die scheinbar verrückte Idee, Öltröpfchen in einem elektrischen Feld schweben zu lassen und vermaß damit erstmals die elektrische Elementarladung.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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