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Was nützt die Freiheit des Denkens, wenn sie nicht zur Freiheit des Handelns führt.
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25. Juli 2024


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BOCTOK (Wostok)


„BOCTOK“ ist russisch, wird „Wostok“ ausgesprochen und bedeutet „der Osten“. Fast könnte man meinen, unser kleines Land sei gemeint, denn „Austria“ ist nichts anders als die (später erfundene) lateinische Version des althochdeutschen „Auster“, was ebenfalls Osten bedeutet. Wostok war der Name der ersten bemannten sowjetischen Raumfahrtmission und jahrelang der schlimmste Alptraum Amerikas.

Juri Gagarin war mit einer Ärztin verheiratet und Kampfpilot bei einer Fliegereinheit der Nordmeerflotte. Stationiert war er in der Nähe von Murmansk am Polarkreis. 1960 wurde er wegen seiner Intelligenz und Nervenstärke als Kosmonaut ausge-wählt. (Die Raumfahrer der USA werden „Astronauten“ genannt). Von März 1960 bis Jänner 1961 erhielt Gagarin als Mitglied einer Gruppe von zwanzig Luftwaffenpiloten eine intensive Vorbereitung. Die Ausbildung zum Kosmonauten war im Vergleich zu heute kaum mehr als eine Improvisation, denn niemand wusste damals, ob und wie lange Menschen Schwerelosigkeit ertragen würden.

Der erste bemannte Raumflug verzögerte sich mehrmals. Zunächst wurde das Projekt „Venera 1“ vorgezogen. Venera 1 startete am 12. Februar 1961 und gelangte als erste Raumsonde in die Nähe der Venus. Die nächste Verzögerung ergab sich durch die Explosion einer R-16-Rakete auf der Startrampe, wobei über hundert Menschen ihr Leben verloren. Inzwischen waren mehrere Testflüge mit Prototypen des Wostok-Raumschiffes durchgeführt worden, die nicht alle glückten. In drei Fällen waren Hunde an Bord, von denen nicht alle überlebten. Am 8. April wurde Juri Gagarin von einem Komitee als erster Kosmonaut ausgewählt. Vor dem Start wurde Gagarin das Funkrufzeichen „Kedr“ (Zeder) zugewiesen. Die Bodenstation hieß „Sarja-1“ (Morgenröte). Um 9:07 Uhr hob Wostok-1 ab. Gagarin meldete, dass ihm die Beschleunigung und die nachfolgende Schwerelosigkeit keine Probleme bereiteten. Vor und während des Eintritts in die Erdatmosphäre gab es lebensgefährliche technische Probleme. In 7.000 Metern Höhe verließ Gagarin per Schleudersitz die Wostok-Kapsel, worauf er mit einem Fallschirm in der Nähe der Wolga landete.

Vor fünfzig Jahren, am 12. April 1961, flog Juri Alexejewitsch Gagarin als erster Mensch in eine Erdumlaufbahn. Das war nach dem Flug des ersten Satelliten „Sputnik 1“ und des ersten Lebewesens im Weltall (Hündin Laika) die dritte Demütigung der USA durch die Sowjetunion. Dieser sowjetische Vorsprung hielt bis zur ersten Mondlandung der Amerikaner im Sommer 1969. Major Gagarin erlebte den amerikanischen Triumph nicht mehr. Er verunglückte am 27. März 1968 mit einer MiG-15 tödlich, nachdem ihm ein Suchoi-Bomber zu nahe gekommen war.




Der Niedergang

© 2011 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Henrietta Swan Leavitt
(1868-1921)
entdeckte die Perioden-Leuchtkraft-Beziehung bei veränderlichen Sternen und ermöglichte damit galaxienübergreifende Entfernungsmessungen im Weltall.


Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe von Wissenschaftlern, die Gott gründlich ins Handwerk pfuscht und dabei zugrunde geht.
Europa Verlagsgruppe. ISBN 9791220149914

Alles beginnt mit einer harmlosen Untersuchung: Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

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