Welt der Naturwissenschaften
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Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.
(Heinrich von Kleist)


26. November 2022


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SIGNALROTE FAHNEN


Es ist in diversen Internet-Blogs Mode geworden, überall Nazis am Werk zu sehen. Abgesehen davon, dass das Wort "Nazi" eine schlampige Verkürzung ist, da es sich um Nationalsozialisten handelt, ist dieses Geschwätz gedankenlos, und das aus mehreren Gründen. Es gibt zwischen den Nationalsozialisten und den Kommunisten so wenige Unterschiede, dass beide Ideologien in einem Atemzug genannt werden müssten. Die rot-braunen Ähnlichkeiten sind augenfällig, es können hier nur einige wenige aufgezählt werden.

Konkurrierende politische Parteien wurden gewaltsam entfernt, der Staat wurde der jeweiligen herrschenden Partei untergeordnet, die Parlamente wurden in braune und rote Scheinparlamente ohne Opposition umgewandelt, die Gewaltenteilung wurde beseitigt, die Presse gleichgeschaltet, die Sprache streng reglementiert; es gab Ministerien für Volksaufklärung und Propaganda, es wurde eine Polizei ohne rechtsstaatliche Kontrolle installiert (Gestapo - GPU), es wurden verpflichtende staatliche Jugendorganisationen aufgebaut (HJ, Komsomol,  Junge Pioniere), es gab Parteiaufmärsche und Massenkundgebungen, der 1. Mai war sowohl bei den Nationalsozialisten als auch bei den Kommunisten ein hoher Feiertag, der rote Antisemitismus stand dem braunen kaum nach, weiters folgten Attacken gegen die christlichen Kirchen, und die Symbole (Hakenkreuz, Hammer und Sichel) wurden auf signalroten Fahnen präsentiert. Die Aufzählungen sind unvollständig.

Die Millionen Mordopfer, um das euphemistische Wort "Tote" zu vermeiden, dürfen selbstverständlich nicht verschwiegen werden. Welchem der beiden Mordsysteme mehr Menschen zum Opfer gefallen sind, ist dabei nicht die Frage. Jede mengenmäßige Wertung wäre unmoralisch. Nationalsozialismus und Kommunismus waren die beiden tödlichsten Ideologien des 20. Jahrhunderts. Der grausame und rückständige Islamismus wurde erst um die Jahrtausendwende zum Problem.

Eine unvermeidliche Begleiterscheinung der beiden Systeme war, und darauf wurde hier schon öfter hingewiesen, die Unterdrückung von Kunst und Wissenschaften. Sowohl die Nationalsozialisten als auch die Kommunisten haben die Früchte europäischer Aufklärung, das freie Streben nach Wissen und Kunst, eingeschränkt. Wissenschaft wurde fast ausschließlich für militärische Zwecke gefördert.

Im Juli dieses Jahres jährt sich die bemannte Mondlandung zum fünfzigsten Mal. Die Amerikaner haben - genauso wie die Sowjets - ihre Raketentechnik deutschen Ingenieuren zu verdanken. Die Sowjetkommunisten scheiterten jedoch - nach Anfangserfolgen mit dem Sputnik und dem Kosmonauten Juri Gagarin - an ihrem totalitären System.




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© 2019 Rudolf Öller, Bregenz  [/2019/roe_1909]


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Helden der Wissenschaft:
Aristarch von Samos
(ca. 310-230 v.Chr.)
entwickelte als erster Naturwissenschaftler ein heliozentrisches System, versuchte die Planetenbahnen zu errechnen und war damit seiner Zeit zwei Jahrtausende voraus.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

"Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir pfiffen auf alle Corona-Bestimmungen und trafen uns an jedem Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod."

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