Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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REVOLUTIONEN: ARISTARCH UND DEMOKRIT


Die Babylonier lebten im Zweistromland. Das ist das Gebiet um die Flüsse Euphrat und Tigris, die heute durch das Staatsgebiet des Irak fließen. Die Babylonier erfanden unseren Kalender mit seinen zwölf Monaten, weil die Sonne im Laufe des Jahres zwölf Sternbilder – die Tierkreiszeichen - kreuzt. Die Erde war schon viele Jahrhunderte vor Christus eine Scheibe mit Babylon als Mittelpunkt. Da die Babylonier nicht nur Astrologen, sondern auch hervorragende Baumeister und Mathematiker hervorbrachten, ging von diesem Volk eine kulturelle Strahlkraft aus. Es ist kein Zufall, dass Ägypter und Römer den Kalender der Babylonier übernahmen und nur geringfügig änderten. Am geschlossenen Weltbild der Babylonier, dass die Erde im Mittelpunkt des Universums liegt, dass über der Erde die himmlischen Sphären schweben und im Untergrund das Reich der Toten liegt, zweifelte niemand. Philosophen wie Platon und Aristoteles standen unter dem Einfluss der Babylonier, als sie ihre Bücher schrieben. Auch das erste Buch Moses’, die berühmte „Genesis“, enthält das babylonische Weltbild, was darauf hindeutet, dass dieses erste Buch der Bibel wahrscheinlich in Babylon entstand.

Dann tauchten zwei respektlose Denker auf, Aristarchos von Samos (ca. 310 – 230 v. Chr.) und Demokritos von Abdera (um 460 - 371 v. Chr.). Sie begnügten sich nicht mit dem Wiederholen alter Weisheiten. Im 4. Jahrhundert v. Chr. hatte der Philosoph Herakleides einen ersten einfachen Ansatz für ein neues Modell des Sonnensystems entworfen. Demnach lag nicht die Erde, sondern die Sonne im Mittelpunkt des Universums. Aristarch von Samos entwickelte die Idee weiter und entwarf im 3. Jahrhundert v. Chr. ein komplettes „heliozentri-sches“ System. Aristarch stellte die Behauptung auf, dass die Erde um die eigene Achse rotiert und die Planeten um die Sonne kreisen. Aristarch berechnete auch den Abstand der Erde zur Sonne und zum Mond. Obwohl er sich verrechnete, erkannte er, dass die Sonne sehr viel weiter von der Erde entfernt ist als der Mond. Aristarchs neue Theorie verschwand, bis sie im 16. Jahrhundert von Nikolaus Kopernikus wieder belebt wurde.

Noch revolutionärer als Aristarch war Demokrit, den man auch den „lachenden Philosophen“ nannte. Er behauptete, dass die Materie aus kleinsten Teilchen aufgebaut wird: "Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter. In Wirklichkeit gibt es nur Atome und den leeren Raum" formulierte Demokrit seine Lehre. Demokrit ahnte, dass die Atome so klein sind, dass sie niemand sehen kann, weiteres schrieb er den Atomen eine Vielfalt von Formen und Größen zu, lauter Eigenschaften, die sich später als richtig erweisen sollten.




© 2010 Rudolf Öller, Bregenz


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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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