Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2010

Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst. (Abraham Lincoln)

21. September 2026

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MATERIE UND ENERGIE


Die „Urknallmaschine ist in Betrieb“ lauteten kürzlich die Schlagzeilen. Den Lesern wurden bei dieser Gelegenheit ein paar Fachbegriffe um die Ohren „urgeknallt“, dass am Ende ein gewisses Staunen, aber wenig Verständnis zurück blieb. Teilchenbeschleuniger, neudeutsch auch „Urknallmaschinen“ genannt, sind schon seit achtzig Jahren in Betrieb. Sie sind eine Sammelbezeichnung für Anlagen zur Beschleunigung elektrisch geladener Teilchen auf hohe Energie. Man schießt Elektronen, Protonen oder ganze Atomkerne in eine luftleer gepumpte Röhre und erhöht mit Hilfe elektrischer Felder ihre Bewegungsenergie. Ist die Röhre geradlinig, so hat man einen Linearbeschleuniger. 1929 hatte Ernest Lawrence die Idee, einen kreisförmigen Beschleuniger zu bauen. 1939 bekam er dafür den Nobelpreis. Kreisförmige Beschleuniger haben den Vorteil, dass man den Teilchen in den Röhren bei jedem Umlauf einen Energiestoß verpassen kann, sie werden dadurch schneller, aber auch schwerer. Der Haken an der Sache ist die Kreisbahn. Kreisende elektrische Teilchen erzeugen Strahlung und verlieren somit Energie. Kleinere Teilchenbeschleuniger sind heute in Medizin und Chemie unverzichtbare Maschinen. Ihre Energie reicht für Bestrahlungen und Massenbestimmungen von Atomen aus. Benötigt man aber Energiemengen kosmischen Ausmaßes, muss man auf große Kurvenradien ausweichen. Das ist der Grund, warum der CERN-Teilchenbeschleuniger (LHC) in Genf ein kilometerlanges Riesending ist.

Die Jagd nach großen Energien ist notwendig, um tief in die Materie einzudringen. Den Weg dazu hat Albert Einstein gewiesen. Eine seiner Formeln zeigt, dass in der Materie sehr viel Energie steckt. Dies wurde sowohl durch die Spaltung von schweren Atomkernen als auch durch die Fusion leichter Kerne bewiesen. Am 16. Juli 1945 detonierte in der Wüste von New Mexiko die erste Atombombe mittels Spaltung von Plutoniumkernen und am 1. November 1952 verwandelte die Wasserstoffbombe „Ivy Mike“ Materie in Energie. Sie entfaltete die Kraft von 10 Millionen Tonnen TNT und ließ in der Südsee eine ganze Insel verdampfen.

Laut Einsteins Theorie kann auch Energie in Materie umgewandelt werden. In den Beschleunigern zerplatzen Teilchen in Strahlung, und diese Energie kondensiert wieder zu neuer Materie. Genau das ist bei der Entstehung des Universums passiert. Der LHC in Genf wird zurzeit „nur“ mit einer Energie von siebentausend Milliarden Elektronenvolt betrieben. Er soll im Laufe der Jahre auf vierzehntausend Milliarden hochgefahren werden. Dann kratzt die Wissenschaft tatsächlich am Urknallmodell. Das Geheimnis um die Entstehung der Materie könnte gelüftet werden.




© 2010 Rudolf Öller, Bregenz

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Helden der Wissenschaft:
James Dewar
(1842-1923)
war ein Pionier der Tieftemperaturphysik und entwickelte das "Dewar-Gefäße" zur Aufbewahrung verflüssigter Gase. Tiefgefrorene Embryonen werden in Dewargefäßen aufbewahrt.

Was wären wir ohne die brillanten Naturwissenschaftler und Techniker, die Selbstdenker, die Unangepassten, die bürgerlichen Rebellen, die freien Radikalen, die wahren Staatsmänner! Ideologen sind aus der Zeit gefallen, sie verdanken ihre Effizienz den Dummen.

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch