Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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25. Oktober 2021

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DIE GESCHICHTE DER ATOMBOMBE: HIROSCHIMA


Am 4. August 1945 wurde die Crew der 509th Composite Group, ein US-Bombergeschwader, in den Besprechungsraum gerufen. Die Flugzeugbesatzungen erfuhren nicht genau, welche Bombe sie da abzuwerfen hatten. Oberst Paul Tibbets erklärte lediglich, dass die Bombe „Little Boy“ den Krieg im Pazifik um mindestens ein halbes Jahr verkürzen werde.

Tibbets zeigte den Bombenschützen Luftaufnahmen von Hiroschima. Die Stadt war neben Nagasaki, Kokura und anderen Städten von konventionellen Bombardements verschont worden, weil man für den atomaren Einsatz eine unzerstörte Stadt benötigte. Hiroschima wurde auch deshalb für den Abwurf der Atombombe auserwählt, weil die Stadt über einen Nachschubhafen verfügte, einen Militärstützpunkt hatte und in einer Ebene liegt. Die Wirkung einer nuklearen Waffe konnte hier gut vermessen werden.

Am 6. August starten die B-29-Bomber vom Pazifik-Stützpunkt Tinian. Die B-29 Bomber waren eine revolutionäre technische Entwicklung. Es gab bereits eine Druckkammer für große Flughöhen. Der Bombenschütze konnte außerdem das Flugzeug mit Hilfe eines neu entwickelten Autopiloten steuern, die B-29 war dadurch berüchtigt für ihre Zielgenauigkeit. Drei Bomber flogen voraus, um die Lage zu erkunden. Ihnen folgte mit einem Sicherheitsabstand die "Enola Gay", die die Bombe transportierte. Der Himmel über Hiroschima war heiter, Abfangjäger waren keine zu sehen, damit war das Schicksal der Stadt besiegelt.

Um 8.15 Uhr Ortszeit klinkte die "Enola Gay" die Uranbombe aus und nahm über eine Steilkurve Geschwindigkeit auf. „Little Boy“ schwebte 45 Sekunden an einem Fallschirm nach unten und detonierte über dem Stadtzentrum. Die Enola Gay wurde so stark durchgeschüttelt, dass der Heckschütze einen Absturz befürchtete. In einer Region mit dem Radius von einem Kilometer schmolz Stahl, Menschen, Tiere und Pflanzen zerfielen augenblicklich zu Asche. Die Druckwelle der Bombe vernichtete anschließend den Großteil der Stadt. Einige zigtausend Menschen starben sofort, im Laufe der Monate stieg die Zahl der Todesopfer auf ca. 150.000. Röntgenfilme, die in den Kellern der Krankenhäuser gelagert waren, wurden durch die Gammastrahlen der Bombe belichtet.

Am Morgen des 9. August startet wieder eine Gruppe von B-29-Bombern. Die Sicht über dem geplanten Zielgebiet war schlecht, der Befehl lautete daher auf Umkehr. Da eine Tankleitung des Bombers blockiert war, hätte die Maschine den Rückflug mit der schweren Last nicht geschafft. Genau zu Mittag ließ daher Major Charles Sweeney die Bombe über der dichten Wolkendecke ausklinken. Die Plutoniumbombe „Fat Man“ traf den Stadtrand von Nagasaki und tötete 70.000 Menschen.




© 2008 Rudolf Öller, Bregenz


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Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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