Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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ECSTASY

DOM, MDA, TMA, MMDA und DMA sind Abkürzungen für synthetische Amphetaminderivate. Ecstasy („XTC“), wissenschaftlich „MDMA“ (Methylendioxymethylamphetamin), ist wie Heroin und LSD eine künstlich erzeugte Droge. Sie wurde vor allem durch die Techno-Szene bekannt, eine dumpfe Geräuschform, die weniger an Musik als an Dampfhämmer erinnert. Während Cannabis weit verbreitet ist, ist Ecstasy eher eine Discodroge. MDMA setzt nach der Einnahme vermehrt den Nervenbotenstoff Serotonin frei. Die Müdigkeitserscheinungen werden reduziert, der Antrieb wird gesteigert. Zusätzlich wird die Stimmung beim Konsumenten gehoben. Die Bereitschaft zur Kommunikation wird erhöht, Hemmungen schwinden. Es entsteht ein Gefühl von Frieden und Mitgefühl.

Bei einer Dosissteigerung kommt es zu LSD-ähnlichen Wirkungen. Als Folge von regelmäßigem Ecstasykonsum tritt im Vorderhirn ein akuter Serotoninmangel auf. Im Tierversuch kommt es zu einer Zerstörung von serotoninsensiblen Nervenfasern, was die Theorie erhärtet, dass Ecstasy das Nervensystem, insbesondere aber das Gehirn, schwer und nachhaltig schädigt.

Auch die körperlichen Wirkungen sind mehr als problematisch. Durch die betäubende Wirkung wird das Schmerzempfinden stark reduziert. Das erklärt, warum Ecstasykonsumenten sogar mit offenen Wunden an den Füßen noch tanzen können, ohne etwas zu merken. Das Durstempfinden wird eingestellt. Daraus folgt Flüssigkeitsverlust und eine Erhöhung der Körpertemperatur. Als weitere Folge tritt Tachykardie (Herzrasen) auf. Schon bei einer einmaligen Einnahme von MDMA sind Apoplexien (Schlaganfälle) und Herzinfarkte dokumentiert worden. Die Patienten zeigen Störungen des Bewusstseins und eine Reduzierung der optischen und akustischen Wahrnehmungen. Junge Ecstasypatienten sitzen, sofern sie nicht bewusstlos sind, mit fiebrigen Augen und einem Puls von 200 Schlägen pro Minute im Rettungsauto, zittern vor Angst und fragen nicht selten den Notarzt, ob nun ihr letztes Stündchen geschlagen habe.

Ecstasy ist auch deshalb problematisch, weil es selten in reiner Form in den illegalen Handel gelangt. Oft liegt eine Mischung mit weiteren Substanzen vor, wie etwa Fentanyl, Heroin, Kokain, LSD, Mescalinderivate und Phencyclidin. Die Kombinationen erzeugen entweder eine zusätzliche Wirkung oder verstärken die Sucht nach anderen Drogen. Für Rettungsdienste und Ärzte können sich solche Vermischungen zu schwer zu beherrschenden Notfallsituationen entwickeln. Ein regelmäßiger Konsum von Ecstasy hat in jedem Fall schwere irreparable gesundheitliche Schäden zur Folge.

Sommerserie 2004: Drogen
nature

© 2004 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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