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DIE REGENBOGENFARBEN


Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken, er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde. … Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen.“ Diese Sätze aus dem neunten Kapitel der Genesis zeigen, dass der Regenbogen ausdrücklich ein Symbol göttlichen Friedens ist.

Der Biologe und Sachbuchautor Richard Dawkins schreibt in seinem Bestseller „Der entzauberte Regenbogen“, dass die Wissenschaften den Regenbogen in seine Bestandteile zerlegt haben, was einige Dichter fast zur Verzweiflung trieb. Der irische Mystiker und Literatur-Nobelpreisträger William Butler Yeats schrieb einmal: „Das Wissen hat die Sonne getötet, sie zu einem Gasball mit Flecken gemacht …“

Das Missverständnis zwischen Wissenschaftlern und Romantikern entsteht, weil die Wissenschaftler in erster Linie die Sprache der Mathematik, die Mystiker den Jargon der Romantik und Fantasie bevorzugen. Es wird dabei übersehen, dass der Regenbogen bei Physikern keineswegs seinen Charme verloren hat.

Spektralfarben

Der erste, der sich mit den Regenbogenfarben intensiv beschäftigte, war der englische Physiker und Mathematiker Isaac Newton, der beweisen konnte, dass weiße Lichtstrahlen in Spektralfarben zerlegbar sind, die einzelnen Farben hingegen nicht. Seit Newton blieb der Regenbogen mit seinen Farben im Focus der Wissenschaften. Der erste, der einen Durchbruch erzielte, war der deutsche Physiker Max Planck, der einen entscheidenden Zusammenhang zwischen Spektralfarben und Energie entdeckte. Wir kennen das Phänomen: Erhitzt man ein Metall bis zum Glühen, dann werden die Wellenlängen des abgestrahlten Lichtes immer kürzer. Der nachgewiesene Zusammenhang zwischen Energie und Wellenlänge des Lichtes begründete im Jahr 1900 die Quantenphysik.

Ein vielfarbiges Symbol

Der deutsche Physiker Albert Einstein erkannte ebenfalls die fundamentale Bedeutung des Lichtes für die Naturwissenschaften. In einem 1905 veröffentlichten Artikel zur Deutung des Photoeffekts führte Einstein den Begriff des Lichtquants ein. Seither gilt er als Mitbegründer der Quantenphysik. Im gleichen Jahr erschien Einsteins Artikel, dem die Lichtgeschwindigkeit zugrunde liegt. Die Studie „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ begründete die Relativitätstheorie. Der Regenbogen als vielfarbiges Symbol des Lichtes steht an der Wiege eines biblischen Friedens und der zwei bedeutendsten und erfolgreichsten physikalischen Theorien aller Zeiten.



© 2021 Rudolf Öller, Bregenz  [/2021/roe_2116]


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Helden der Wissenschaft:
Jakob Bernoulli
(1654-1705)
begründete die Wahrscheinlichkeitstheorie, die Besuchern von Spielcasinos unbekannt ist, was die Betreiber dieser Casinos aber freut.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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