Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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 Jahresübersicht 2021


23. Oktober 2021

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JAHR DES IMPFENS: HORRORMELDUNGEN


Die Menschen haben sich über Jahrtausende hinweg gefragt, warum wir krank werden. Nach einem gebrochenen Arm oder einer zugefügten Wunde war die Ursache offensichtlich. Wenn aber Menschen ohne erkennbaren Grund erkrankten, manchmal längere Zeit darunter litten oder daran starben, wenn gar furchterregende Seuchen auftraten, wie etwa Pest und Cholera, dann fanden die Menschen Zuflucht bei der Erklärung, es müsse sich um eine Strafe Gottes, einen Fluch oder um böse Geister handeln. Manche glaubten sogar, der Grund für Krankheiten sei in der Stellung der Sterne zu suchen.

Das im 17. Jahrhundert erfundene Mikroskop war damals nichts anderes als eine Art Fernrohr für das Winzige. Zunächst staunten die Menschen über feine Strukturen von Blumen, Insekten und menschlichen Geweben. Dann aber, als die Mikroskope immer besser und genauer wurden, entdeckten Männer wie Louis Pasteur (1822 – 1895), Robert Koch (1843 – 1910) und andere, dass es Krankheitserreger gibt, die mit freiem Auge nicht sichtbar sind. Heute wissen wir, dass es sich um Bakterien und Einzeller (z.B. Malariaerreger) handelt, von denen viele ökologisch unverzichtbar, einige aber lebensbedrohlich sind.

Babyelefant

Nachdem man gelernt hatte, Bakterien zu filtern, gelang es einigen Krankheitserregern trotz aller Suchexpeditionen in der Mikrowelt, unsichtbar zu bleiben. Diese Krankheitserreger, deren Existenz man nur vermuten konnte, wurden mangels besseren Wissens „Gift“ (lateinisch „Virus“) genannt. Erst die Erfindung einer magnetischen Linse durch Hans Busch und das daraus entwickelte Elektronenmikroskop von Ernst Ruska und Max Knoll machte Viren sichtbar. Auf einem Bakterienmodell in der Größe eines Babyelefanten wären Viren winzig wie Flöhe.

Nachdem die Wissenschaft so weit vorgedrungen war, um wesentliche Zusammenhänge zu begreifen und nachdem das Prinzip der Impfung verstanden worden war, verdoppelte sich die mittlere Lebenserwartung. Dauerte ein durchschnittliches Menschenleben um 1900 noch rund 40 Jahre, so ist ein Alter von 80 heute nichts Besonderes mehr.

Die letzte noch zu erforschende Ursache von Krankheiten liegt in unseren Genen. Wir wissen heute, dass es für bestimmte Krankheiten angeborene Veranlagungen gibt. Die Wissenschaft hat erst vor wenigen Jahrzehnten damit begonnen, die Ursachen zu untersuchen. Genetiker und Molekularbiologen werden noch einen langen Atem benötigen, werden aber auch hier Erfolge erzielen.

Voodoo

Wer sich wegen seines Misstrauens auf „Big Pharma“ nicht impfen lässt, der vertraut offenbar den Horrormeldungen in gewissen asozialen Netzwerken. Den Opfern dieser Voodoo-Fallen kann man nur Glück wünschen. Demnächst mehr dazu.



© 2021 Rudolf Öller, Bregenz  [/2021/roe_2106]


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Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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