Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2019

Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst. (Abraham Lincoln)

21. September 2026

zurück Übersicht weiter

CHARLES, MAX, STEPHEN


Drei Revolutionen haben in den letzten eineinhalb Jahrhunderten unser Bild von der Welt auf den Kopf gestellt. Die kommunistischen Revolutionen in einigen Ländern sind nicht darunter, denn die haben ausnahmslos nur drei Dinge zustande gebracht: Massenmorde, Massenverarmung und Wohlstand für eine kleine Schicht von Neo-Adeligen. Die wahren Revolutionen fanden alle im Westen statt.

Charles Darwin hat auf einer Weltreise Tiere und Pflanzen gesammelt. Fossilien, die er gefunden hatte, die unterschiedlichen Finkenarten auf den Galapagos-Inseln, eine intensive Beschäftigung mit Tier- und Pflanzenzucht und der Kontakt zu den besten Zoologen und Botanikern des 19. Jahrhunderts ließen in ihm neue Ideen über die Entwicklung der Arten reifen. Von einem "überleben des Stärkeren" hat Darwin übrigens nie gesprochen, genauso wenig wie von der Abstammung des Menschen vom Affen. Darwin war nicht der erste Evolutionsbiologe, aber er war derjenige, der viel weiter dachte als seine Vorgänger.

Max Planck hat sich mit dem Energiehaushalt von schwarzen Körpern beschäftigt. Im Grunde ging es um die Messung der Wärmestrahlung von schwarzen Öfen. Das sei eine sinnlose Tätigkeit, möchte man meinen, aber Planck fiel etwas Merkwürdiges auf. Bei der mathematischen Untersuchung der Strahlungsspektren tauchte eine winzige konstante Zahl auf, die wir heute das "Planck'sche Wirkungsquantum" - abgekürzt "h" - nennen. Dieses h ist nach der Lichtgeschwindigkeit die zweitwichtigste Zahl in der Physik. Planck begründete mit seiner Entdeckung die Quantenphysik.

Stephen Hawking, der Mann mit dem Sprachcomputer im Rollstuhl, entwickelte Einsteins Relativitätstheorie weiter und wandte sie auf schwarze Löcher an, unheimliche Gebilde, an deren Existenz nicht einmal Einstein glaubte. Hawking beließ es nicht dabei, sondern verfasste auch Arbeiten über den Ursprung und die Entwicklung des Universums.

Comics

Es ist mühsam, ohne Grundlagenwissen Originalwerke der drei genannten Wissenschaftler zu lesen. Hawking hat wenigstens ein populärwissenschaftliches Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" hinterlassen, aber auch dafür sind einige Vorkenntnisse nützlich.

Nun sind drei qualitativ hervorragende Comic-Bücher (Graphic Novels) erschienen, die mit Superman, Batman und Spiderman etwas gemeinsam haben. Es geht um wissenschaftliche Supermänner. Die Bücher eignen sich als originelle Weihnachtsgeschenke für Jugendliche und neugierig Gebliebene.

Fabien Grolleau & Jérémy Royer: "Darwin und die Reise auf der HMS Beagle" (Knesebeck); Thibault Damour & Mathieu Burniat: "Das Geheimnis der Quantenwelt" (Knesebeck); Jim Ottaviani und Leland Myrick: "Hawking" (Rowohlt).




© 2019 Rudolf Öller, Bregenz  [/2019/roe_1949]

Frontpage Übersicht Sitemap Joker Kontakt und Videos
1996 1997 1998 1999 2000
2001 2002 2003 2004 2005
2006 2007 2008 2009 2010
2011 2012 2013 2014 2015
2016 2017 2018 2019 2020
2021 2022 2023 2024 2025
2026 .. .. .. ..

Helden der Wissenschaft:
James Dewar
(1842-1923)
war ein Pionier der Tieftemperaturphysik und entwickelte das "Dewar-Gefäße" zur Aufbewahrung verflüssigter Gase. Tiefgefrorene Embryonen werden in Dewargefäßen aufbewahrt.

Was wären wir ohne die brillanten Naturwissenschaftler und Techniker, die Selbstdenker, die Unangepassten, die bürgerlichen Rebellen, die freien Radikalen, die wahren Staatsmänner! Ideologen sind aus der Zeit gefallen, sie verdanken ihre Effizienz den Dummen.

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch