Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2017

Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Voltaire)

11. September 2026

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ROSCH HA-SCHANA


Der Hinweis auf eine Jahrhunderte alte christlich-jüdische Kultur in Europa sorgt mitunter für Verwirrung. Christen? Ja, davon gibt es noch einige in Europa. Aber Juden? Leben die nicht in Israel? Auch in Brooklyn, einem Stadtteil von New York City und Miami gibt es noch größere jüdische Kommunen.

Die Juden sind das erfolgreichste Volk der Welt. Obwohl sie innerhalb der gesamten Menschheit zahlenmäßig nur ein Spurenelement bilden, sind ungefähr zwanzig Prozent der Nobelpreisträger Juden, also jeder fünfte. Kein anderes Volk schafft auch nur näherungsweise so eine Zahl. Wohin man in den Wissenschaften und Künsten auch blickt, sind die Juden bei weitem überrepräsentiert. Das hat weniger mit Geld aber sehr viel mit Intellekt zu tun.

Ein wenig beachteter, aber mächtiger Einfluss des Judentums liegt in unserer Sprache. Das Jiddische hat hier tiefe Spuren hinterlassen. Wörter wie Alphabet, Bandit, Bluff, betucht, Chuzpe, fressen, Gauner, Großkotz, Kittel, Lump, Nassauer, pissen, Pleite, quietschen, saftig, schmalzig (kitschig), Schmiere stehen, Schmonzes (Blödsinn), schmusen, Schnorrer, Stunk, Stuss (Unsinn) und noch tausende andere sind althochdeutsch-jiddisches Erbe. Viele der Ausdrücke stammen auch aus dem Hebräischen. Tow ist beispielsweise hebräisch und heißt gut. Das Jiddische und das Rotwelsch - das ist eine Sammlung von Dialekten sozialer Randgruppen aus dem Spätmittelalter – überlieferten das Wort bis ins Berlinerische in Form von "dufte". Auch das Amerikanische zeigt viele jiddische Spuren. "Babe" kommt aus dem Slawisch-Jiddischen und bedeutet Püppchen.

Ein machtvoller Einfluss des Judentums ist im Bereich der Philosophie zu erkennen und hier wiederum in einer Kunstform, die leider am Verschwinden ist, dem Witz. Witz und Wissen haben den gleichen althochdeutsch-jiddischen Wortstamm. Amerikanische Juden haben das Wort aus Deutschland sogar in die USA mitgenommen. Der jüdische Witz ist nicht nur geistvoll, sondern auch hintergründig, mitunter auch doppelbödig und macht nachdenklich. Da ein guter Witz fast immer auf Kosten von irgendjemanden geht, drängt die political correctness die wunderbare Kultur des Witzes immer mehr ins Private zurück und bringt stattdessen den öffentlichen dummen Klamauk und das seichte Blödeln hervor.

Zum Jahreswechsel wünschen wir uns einen "guten Rutsch". Dieser Ausdruck kommt von jüdischen Rosch ha-schana (im amerikanischen Rosh Hashanah), was "Anfang des Jahres" bedeutet. Das Wort erinnert an die Erschaffung der Welt. Die Juden wünschten sich damit einen guten Jahresanfang. Christen hörten das, verstanden nicht die Bedeutung und machten daraus unseren neudeutschen "Rutsch".




Guter Rutsch

© 2017 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Kurt Friedrich Gödel
(1906-1978)
war ein österreichischer Mathematiker. Er beschrieb mit seinen Unentscheidbarkeitssätzen die Grenzen der Beweisbarkeit. Er revolutionierte dadurch das Verständnis von Logik und Mathematik.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch