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Buchempfehlungen (1)


Was schenkt der hart suchende vorweihnachtliche Menschenfreund seinen wohlhabenden Mitbürgern, die irgendetwas nicht haben, weil sie es nicht brauchen? Als letzter Ausweg bieten sich Bücher und für funktionale Analphabeten DVDs und Blurays an. Doch welche sind passend? Es sei daher in dieser und in der nächsten Woche eine kleine und subjektive Auswahl besonderer (wissenschaftlicher) Bücher und DVDs vorgestellt. Alle vorgestellten Werke sind exzellent und zeitlos, einige besitze ich seit Jahren.

Im Sommer dieses Jahres feierte die NASA 45 Jahre Mondlandung. Ein halbes Jahr vor Apollo XI, zu Weihnachten 1968, umrundeten erstmals drei Amerikaner im Raumschiff Apollo VIII den Mond. Viele Bücher wurden seither darüber geschrieben, doch keines reicht auch nur annähernd an „Moonfire“ von Norman Mailer heran. Das große, schwere und reich bebilderte Buch kostete nach seinem Erscheinen ein kleines Vermögen. Heute ist das vielleicht beste Buch, das jemals über die Geschichte der Raumfahrt geschrieben wurde, um rund 30 € erhältlich.

Frauen sind in den Naturwissenschaften deutlich in der Unterzahl. Über die Gründe mag man spekulieren. Wenn Frauen als Autorinnen von physikalischen, astronomischen oder anderen technisch-naturwissenschaftlichen Werke erscheinen, ist jedenfalls erhöhte Aufmerksamkeit garantiert. Eine dieser Autorinnen ist die Amerikanerin Lisa Randall. In der Zeitschrift Stern wird sie als „Superstar“ bezeichnet, was übertrieben ist, denn in den Wissenschaften gibt es keine Superstars. Randall ist Absolventin der Eliteuniversität Harvard. Sie ist promovierte Hochenergiephysikerin und arbeitet seit Jahren an einer Weiterentwicklung der so genannten Stringtheorie. Sie versucht, Relativität, Quantenmechanik und Gravitation zusammenzuführen und entwickelte Modelle sich durchdringender, überlagernder und verwerfender "Multiversen". Lisa Randall hat das Buch „Die Vermessung des Universums“ (Verlag S. Fischer, Frankfurt am Main, ca. 20 €) geschrieben, das nicht nur deswegen erwähnenswert ist, weil es von einer Frau geschrieben wurde, sondern weil es den aktuellen Stand des Wissens auf brillante Art zusammenfasst. Das Buch gibt es auch um ca. 10 € für den elektronischen „Kindle“.

Neugierigen Zeitgenossen, die keine Muße zum Lesen finden, die aber immer schon wissen wollten, was es mit der ominösen Einstein-Formel E = mc² auf sich hat, kann geholfen werden. Es gibt eine sehr gut gemachte Sendung, die als DVD erhältlich ist. „Einsteins große Idee“ (2 DVDs, ca. 12 €) beginnt bei Michael Faraday und endet mit der Atombombe. Das zugrunde liegende Taschenbuch, David Bodanis: „Bis Einstein kam“ (Fischer), ist extra und kostet 10 €.




© 2014 Rudolf Öller, Bregenz



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Helden der Wissenschaft:
Demokrit von Abdera
(460? - 370? v.Chr.)
lachte gerne über diese verrückte Welt und dachte erstmals über Atome nach.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

"Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir pfiffen auf alle Corona-Bestimmungen und trafen uns an jedem Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod."

Das Buch ist bei Amazon, bei anderen Online-Händlern, beim Verlag und auch im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch