Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2013

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut. (Perikles)

14. September 2026

zurück Übersicht weiter

PROFESSOR ZUFALL: FLEMING


Alexander Fleming wurde 1881 in Lochfield bei Darvel südlich von Glasgow geboren. Er schloss sein erstes Studium am Polytechnikum in London nicht ab und arbeitete eine Zeitlang in einer Reederei. Später studierte er Medizin an der St. Mary’s Hospital Medical School University, schloss dieses Studium ab, wurde aber nicht praktizierender Arzt sondern blieb am St. Mary‘s Institut und wandte sich der Erforschung der Impfung zu.

Nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde Fleming als Arzt eingezogen. In den Kriegslazaretten erkannte er, dass es nur wenige Mittel zur Behandlung infizierter Wunden gab. Nach dem Ende des Krieges kehrte er wieder zurück in die Forschung und beschloss, nach Stoffen zu suchen, die für den menschlichen Körper ungiftig, für Bakterien jedoch tödlich sind. 1921 wurde Fleming stellvertretender Direktor der Inokulationsabteilung am Royal College of Surgeons.

1921 war Fleming erstmals erfolgreich. Es gelang ihm, das Enzym „Lysozym“ zu isolieren, das in der Tränenflüssigkeit, im Speichel und in Hühnereiern vorkommt und bestimmte Bakterien auflösen kann. In den Folgejahren konzentrierte sich Fleming auf die Erforschung der Staphylokokken, da sie für die Eiterung von Wunden verantwortlich sind. Staphylokokken kommen überall in der Natur vor. Der Name kommt aus dem Griechischen. „Staphylé“ bedeutet Weintrauben – die nur ein tausendstel Millimeter kleinen Bakterien bilden traubenartige Kolonien.

1928 machte Fleming eine erstaunliche Beobachtung. Einige Staphylokokkenkulturen waren zufällig mit einem Schimmelpilz infiziert worden, was zu einer Hemmung des Bakterienwachstums führte. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Pilz um „Penicillium notatum“ handelte. „Penicillus“ (lateinisch) bedeutet Pinsel, der Pilz zählt zur Familie der Schlauchpilze. Sie kommen in den gemäßigten Klimazonen überall in der Natur vor, wo organische Stoffe darauf warten, biologisch zerlegt zu werden.

Alexander Fleming nannte die Wirksubstanz des Pilzes „Penizillin“. Leider gelang es ihm nicht, Penizillin zu isolieren. Das Problem lösten Jahre später der australischer Pathologe Howard Walter Florey und der russisch-deutsch-britische Biochemiker Ernst Boris Chain an der Universität Oxford. 1941 wurde Penizillin erstmals erfolgreich zur Behandlung einer Staphylokokkeninfektion eingesetzt. 1944 konnte das Antibiotikum in so großen Mengen hergestellt werden, dass es während der Invasion in der Normandie zur Behandlung verletzter Soldaten eingesetzt wurde. 1944 wurde Fleming in den Adelsstand erhoben und 1945 neben vielen anderen Auszeichnungen – gemeinsam mit Florey und Chain – mit dem Medizinnobelpreis geehrt.




© 2013 Rudolf Öller, Bregenz


Frontpage Übersicht Sitemap Joker Kontakt und Videos
1996 1997 1998 1999 2000
2001 2002 2003 2004 2005
2006 2007 2008 2009 2010
2011 2012 2013 2014 2015
2016 2017 2018 2019 2020
2021 2022 2023 2024 2025
2026 .. .. .. ..

Helden der Wissenschaft:
Otto Robert Frisch
(1904-1979)
deutete gemeinsam mit seiner Tante Lise Meitner die Experimente von Otto Hahn als Atomkernspaltung. In Los Alamos arbeitete er später an der Entwicklung der Atombombe mit.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch