Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

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23. Oktober 2021

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JÜDISCH CHRISTLICHE WURZELN


Wir Europäer sind stolz auf unsere jüdisch-christlichen Wurzeln. Diese haben weniger mit Religion zu tun als mit profanen Dingen. Es mag merkwürdig anmuten, aber der Ursprung der weltlichen Wissenschaften liegt innerhalb der jüdischen und christlichen Religionen und ihren Büchern.

Die Tora („Belehrung“) ist ein Teil des Tanach, der jüdischen Bibel. Die Tora besteht aus den fünf Büchern Moses’, die sich auch in der christlichen Bibel finden. Der Tanach ist dem Alten Testament der Bibel sehr ähnlich. Das Neue Testament mit den Evangelien, den Apostelbriefen und der Apostelgeschichte sind ausschließlich Teile der christlichen Bibel.

Bis zum Mittelalter wurde die Bibel absolut wörtlich genommen, alles was darüber hinausgeht, wurde ignoriert, vor allem auch die Fehler und Widersprüche. So werden im Buch Leviticus im Kapitel 11 die Fledermäuse irrtümlich zu den Vögeln gezählt. Raben, Möwen und Falken werden als Gräuel bezeichnet, Eidechse, Chamäleon und Maulwurf sind unrein, und niemand weiß bis heute, warum. Nachdem Städte, Länder, Völker, Pflanzen, Tiere und chemische Elemente entdeckt worden waren, die nicht in der Bibel verzeichnet sind, war in der Kirche Handlungsbedarf gegeben. Den ersten Schritt nach vorne machte dabei der hoch gebildete Dominikanermönch Thomas von Aquin (1225 – 1274), der mehrere Reisen unternahm und 1323 heilig gesprochen wurde. Ab 1567 zählte ihn die Kirche neben Augustinus, Hieronymus, Ambrosius und Gregor zu den großen Kirchenlehrern.

Thomas von Aquin führte den griechischen Philosophen Aristoteles als Vertreter der Wissenschaft in die Kirche ein. Diese Maßnahme veranlasste die Theologen und Philosophen zu einer Hinwendung auf diesseitige Themen, was der eigentliche Beginn der Wissenschaften war. Obwohl einige Draufgänger wie der Franziskanermönch Roger Bacon (1214 – 1294) oder der Astronom Galileo Galilei (1564 – 1642) bekämpft wurden, begann unter den Christen und Juden ein neuer Geist zu wehen, denn parallel zum Christentum entstanden in der Nähe jüdischer Synagogen Talmudschulen. (Der Talmud ist nach dem Tanach die bedeutendste religiöse Schrift der Juden). Im Christentum und Judentum entwickelte sich dauerhaft eine gebildete Bürgerschicht, was dazu führte, dass so gut wie alle großen Wissenschaftler und fast alle Nobelpreisträger aus dem christlich-jüdischen Kulturkreis kommen.

Mit dem unaufhaltsamen kulturell-wissenschaftlichen Aufstieg Europas kam es im Islam zu einem Rückschritt, als moslemische Gelehrte die naturwissenschaftlichen Arbeiten verfluchten und das Studium der Religion und des islamischen Rechts zum einzigen Weg in das Reich Allahs erklärten.




© 2011 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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