Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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APOLLO XVII


Apollo 17 startete am 7. Dezember 1972 um 0:33 Uhr Ortszeit. Es war der letzte Start einer Apollo-Mission und der einzige, der in der Nacht stattfand. Aufgrund der Dunkelheit und der klaren Sicht war der Feuerschweif der Rakete noch in 800 Kilometern Entfernung zu sehen. Kommandant war Eugene Cernan, der sich bereits mit Apollo 10 auf nur 14 Kilometer der Mondoberfläche genähert hatte, aber noch nicht gelandet war. Sein Einsatz als Kommandant war lange in Frage gestanden, weil er als Hubschrauberpilot einen Absturz verschuldet hatte. Als Pilot der Kommandokapsel fungierte Ron Evans. Der interessanteste Mann an Bord war der Pilot des Landemoduls, der Geologe Harrison "Jack" Schmitt. Er war "nur" ein Wissenschaftler, der zum Astronauten ausgebildet worden war. Auf Druck der Wissenschaftlerlobby in der NASA wurde er ins Team von Apollo 17 berufen.

Mondauto

Am 11. Dezember 1972 landeten Cernan und Schmitt mit der Landefähre "Challenger" im "Taurus-Littrow Gebiet", einer von Schluchten zerklüfteten Region. Zunächst entluden die Astronauten die Landefähre, dann fuhren sie mit dem Mondauto los, das im Gegensatz zu früheren Missionen keine ernste Panne hatte. Wegen einer defekten Radabdeckung wurde Staub aufgewirbelt. Das reparierten die Astronauten mit zusammengeklebten Kartons ihrer technischen Handbücher. Zunächst wurden in der Nähe des Landeplatzes die Experimente des ALSEP aufgebaut ("Apollo Lunar Surface Experiments Package" - ein Gerätekomplex zur Durchführung von Langzeit-Experimenten). Die Daten von ALSEP wurden per Funk zur Erde übermittelt. Alle Apollo-Missionen positionierten ALSEPs, wobei die Zusammensetzung der Geräte unterschiedlich war.

Naturglas

Südlich der Landefähre befindet sich der Krater Steno, wo die Astronauten 14 Kilogramm Mondgestein sammelten und zwei Sprengladungen anbrachten, die später zur Simulierung eines Mondbebens per Funk gezündet wurden. Am Folgetag fuhr das Team zum Krater Shorty, wo Schmitt seltsames Gestein entdeckte. Es handelte sich um orangefarbiges Naturglas, wie man es nach Vulkanausbrüchen und Meteoriteneinschlägen findet. Insgesamt legten Cernan und Schmitt mit ihrem Fahrzeug 34 Kilometer zurück. Apollo XVII brachte eine größere Menge an Mondgestein mit als alle Mondexpeditionen zuvor. Keine Apollo-Mannschaft stieg nach ihrem Einsatz so verdreckt aus dem Bergungshubschrauber wie Cernan und Schmitt. Harrison Schmitt, der später republikanischer Politiker wurde, zählt wegen seiner einzigartigen Funde auf dem Mond zu den bedeutendsten Geologen der Welt.




© 2019 Rudolf Öller, Bregenz  [/2019/roe_1934]


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Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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