Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2018

Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. (George Orwell)

15. September 2026

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DIGITALISIERUNG: LÖTKOLBENFREAKS


Großrechner, neudeutsch "Mainframes", waren in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts schrankartige Maschinen, die in Hallen standen, die nur Auserwählte betreten durften. Elektronischer Fortschritt war gleichbedeutend mit der Weiterentwicklung der bestehenden Hardware. Die Software machte damals nur einen geringen Teil der Kosten aus.

1964 produzierte und verkaufte IBM fast drei Viertel aller Computer weltweit. Software, Hardware und Peripheriegeräte waren nur innerhalb der IBM-Welt austauschbar, gegenüber den restlichen Firmen nicht. Für die Anwender bedeutete es erhebliche Kosten, wenn sie den Hersteller wechseln wollten. Die Parole lautete: Einmal IBM, immer IBM. Das Modell /360 von 1968 war der erste Alleskönner-Großrechner. Die Bauprinzipien, die ihr Entwickler Gene Amdahl und sein Team entwarfen, gelten im Prinzip noch heute. Die Zahl 360 stand für eine volle 360 Grad-Umdrehung. Die meisten der Konkurrenten gingen damals vor IBM in die Knie und gaben auf. Nur wenige überlebten, darunter Burroughs, Univac, Control Data und Honeywell.

Meine ersten Computerprogramme schrieb ich in den Siebzigerjahren in der Programmiersprache Fortran. Die Codes wurden auf Lochkarten gestanzt und dann durch ein Lesegerät geschickt, worauf eine Liste mit Fehlermeldungen aus einem wunderbar geräuschvollen Drucker kam. Nach der dritten oder vierten Korrektur waren die letzten Fehler beseitigt, und der Computer spuckte die für eine wissenschaftliche Arbeit benötigten Zahlen aus. Das war mühsam und teuer, denn für Rechenzeit wurde von den Universitäten ein satter Minutenlohn verrechnet.

Einige Elektronikrebellen unter den Studenten, vor allem an der amerikanischen Westküste, waren mit der Situation unzufrieden. Sie träumten von einem Personal Computer für alle. Der Ruf nach leistbaren Kleinrechnern kam aus der linken Studentenszene. Es war die Zeit der "Easy Rider". In Palo Alto entstand die "Midpeninsula Free University". Unter der Führung des Elektronik-Rebellen und bekennenden Kommunisten Lee Felsenstein entstand dort eine Gruppe, die IBM vom Podest stürzen wollte. Felsensteins Leute gründeten sogar ein kleines Computernetzwerk in Berkeley, eine Art Facebook-Vorläufer.

Mitte der Siebzigerjahre verschwanden allmählich die klassischen Hippies, an ihre Stelle traten langhaarige Lötkolben-Freaks, die Computerchips kauften und zusammenbauten. 1975 erschien dann der erste Kleincomputer in Serie und veränderte alles. Der kalifornische "Homebrew Computerclub" und seine Freischärler bekamen endlich das, was sie wollten.




Hippies

© 2018 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Jean Bernard Foucault
(1819-1868)
wies mit Hilfe eines langen Pendels die Erdrotation nach, verbesserte das Spiegelteleskop und erfand das Gyroskop, das vor GPS das wichtigste Navigationsgerät in Flugzeugen war.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch