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Geschichte der Genetik: ANGEBOREN


"Es gibt keine Ausflucht vor der Folgerung, dass die Vererbung weit stärker als die Umwelt ist, wenn die Umweltunterschiede nicht das übertreffen, was man gewöhnlich bei Personen derselben Gesellschaftsschicht … findet". Der Naturforscher Francis Galton (1822 – 1911) drückte eine schlichte Tatsache unnötig kompliziert aus. Er meinte, dass in einer gleichförmigen Umwelt alle Menschen von Natur aus verschieden sind. 

Im 20. Jahrhundert entstand der "Behaviorismus", eine überholte Ideologie, die heute noch gelegentlich aufflackert. Demnach sind wir Menschen bei der Geburt unbeschriebene Blätter, auf denen die Umwelt ihre Einträge macht. Als vermeintliche Beweise gelten Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Diese beiden wären nur durch ihre Erziehung zu Genies geworden. Bereits im Alter von vier Jahren erhielten Wolfgang Amadeus und seine fünf Jahre ältere Schwester Maria Anna ("Nannerl") vom Vater den ersten Unterricht in Klavier, Violine und Komposition. Ähnlich lief es bei den Beethovens. Johann van Beethoven erkannte die Begabung seines Sohnes und sorgte für eine gediegene Musikausbildung. Angeblich war die Erziehung des kleinen Ludwig so hart, dass es kein Bild gibt, auf dem er lächelt.

Hat nun die Erziehung oder die angeborene Begabung diese beiden Musikgenies hervorgebracht? Natürlich beides. Es gibt Millionen an musikbegeisterten Menschen, die bei gleicher Erziehung niemals gigantische Werke wie die Oper Don Giovanni oder die überragende fünfte Symphonie von Beethoven hervorbringen könnten. Die Regel der natürlichen Begabung plus Umwelt gilt in allen Bereichen. Der siebenfache Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher wuchs gewissermaßen als Rennfahrer auf, aber ohne Talent wäre er nie ein Champion geworden.

Es gibt auch eine dunkle Seite der natürlichen Veranlagung, über die niemand gerne spricht.  Jeder kann heute seine Erbsubstanz nach Defekten durchsuchen lassen. Manche Erbanlagen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an bestimmten Krankheiten (z.B. Krebs, Schizophrenie u.a.) zu erkranken, um einige Prozent. Andere sagen aber eine für die Betroffenen bittere Zukunft mit sehr hoher Präzision voraus. Es gibt beispielsweise ein Gen (in der Fachsprache "Allel"), das ungefähr ein Prozent aller Alzheimer-Patienten besitzen. Dieses Gen erlaubt die sichere Vorhersage einer frühen Erkrankung an Demenz.

Die in Wahlkämpfen bis zum Überdruss beschworenen "Gerechtigkeit" gibt es in der Natur nicht. Wir sind nicht die von Geburt an "leeren Blätter", die einige Sozialingenieure gerne hätten. Die Hilfe der Starken bietet Linderung für die Schwachen, überlistet die Natur aber nicht wirklich.




Rassismus

© 2017 Rudolf Öller, Bregenz



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Helden der Wissenschaft:
Francis Crick
(1916-2004)
war genauso genial wie schräg. Gemeinsam mit James Watson entschlüsselte er die Struktur der DNA.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod."

Das Buch ist politisch nicht hundertprozentig korrekt und bei Amazon, auch bei anderen Online-Händlern und im Buchhandel erhältlich.