Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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23. Oktober 2021

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GENIES IM KRIEG (1)


Julius Robert Oppenheimer wurde am 22. April 1904 in New York geboren. Er war ein Sohn deutsch-jüdischer Einwanderer. Der Vater war ein wohlhabender Textilhändler, die Mutter eine Kunsterzieherin. Robert wuchs behütet auf. Später beschwerte er sich über seine Erziehung: "Meine Kindheit hatte mich in keiner Weise darauf vorbereitet, dass es grausame, bittere Dinge auf dieser Welt gibt … mein Familienleben hat mir nicht die gesunde Möglichkeit eingeräumt, jemals ein Lausbub zu sein".

In der Schule hatte Robert Oppenheimer Bestnoten. Sein Lieblingsfach Chemie studierte er auf der damals schon renommierten Harvard-Universität in Boston. Der junge Mann war so vielseitig begabt, dass er auch Vorlesungen in Griechisch, Architektur, Kunst und Literatur besuchte. Erst im dritten Studienjahr begann er sich für Physik zu interessieren. Seine Lehrer schickten ihn an das weltberühmte Cavendish-Labor im englischen Cambridge. (Der Ortsteil in Boston, in dem die Harvard-Universität liegt, heißt ebenfalls Cambridge, was oft zu Verwechslungen führt). Die von ihm verlangte praktische Arbeit im Labor lag Oppenheimer gar nicht. Er fiel in eine tiefe seelische Krise, aus der er erst herausfand, als er sich ausschließlich der theoretischen Physik widmete.

In rascher Folge veröffentlichte Oppenheimer derart brillante Arbeiten über Quantenphysik, dass er nach Göttingen, dem damaligen Mekka der Atom- und Quantenphysik, gerufen wurde. Dort lernte er Werner Heisenberg, Pascual Jordan, Niels Bohr, Wolfgang Pauli, Enrico Fermi, Paul Dirac und Edward Teller, die damaligen Giganten der Quantenphysik, kennen.

Nach dem Tod des Vaters erbte Oppenheimer ein Vermögen, wodurch er sich die Gründung einer privaten Schule für theoretische Physik in Kalifornien leisten konnte. Seine während des spanischen Bürgerkriegs offen geäußerten Sympathien für die kommunistische Ideologie sollten ihm nach dem 2. Weltkrieg Probleme bereiten.

1941 übernahm Oppenheimer die wissenschaftliche Leitung der Konstruktion der Atombombe in Los Alamos, eine entlegene Hochebene in New Mexico. Das Geheimprojekt wurde "Manhattan Engineer District" genannt. Es war das gewaltigste technische Unternehmen, das die USA jemals in Angriff genommen hatten. General Leslie Groves, der beste Organisator für Bauvorhaben der US-Army, wurde zum militärischen Leiter ernannt.

Robert Oppenheimer, der Exzentriker unter den damaligen Wissenschaftlern, starb vor 50 Jahren, am 18. Februar 1967 in Princeton. Er hätte die Bombe nicht so schnell bauen können, wenn er nicht vier Genies zur Verfügung gehabt hätte. Es handelte sich um vier brillante ungarische Juden aus Budapest.




Die Bombe

© 2017 Rudolf Öller, Bregenz



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Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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