Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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25. Oktober 2021

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DIE ZEIT: QUELLEN


Bischof Eusebius bezog sich bei seiner Weltchronik, die er Kaiser Konstantin widmete, auf drei Quellen, die er auch angab. Damals waren Autoren offenbar noch ehrlich. Seine Hauptquelle war die hebräische Bibel, die großteils zum Alten Testament mutierte, sowie Flavius Josephus und Julius Africanus. Die zuletzt genannten Autoren wären ohne Eusebius in Vergessenheit geraten.

Im dritten Jahrhundert vor Christus befahl König Ptolemäus II. von Ägypten, die hebräische Bibel in griechischer Sprache aufzuschreiben, weil er sich die Gunst der Juden sichern wollte. Es gab damals nur bruchstückhafte mündliche Überlieferungen, die zudem von Stamm zu Stamm unterschiedlich waren. Die umfangreiche Arbeit dauerte viele Jahre und erfolgte im Wissenschaftszentrum der Antike, in der großen Bibliothek von Alexandria. Von diesem Werk, bekannt geworden unter „Septuaginta“, wurden viele Abschriften angefertigt. Auch Jesus und seine Anhänger kannten und benutzten diesen Text. Im ersten Teil, den wir heute „die fünf Bücher des Moses“ nennen, gibt es lange Aufzählungen über das Alter prominenter Vorfahren. Demnach starb Adam angeblich im Alter von 930 Jahren, Noah wurde 950 Jahre alt. Für Eusebius und alle nach ihm arbeitenden Autoren bildeten diese Altersangaben die wichtigsten Anhaltspunkte.

Ein weiterer Autor, auf den sich Eusebius bezog, war Flavius Josephus, der 66 n. Chr. einen erfolglosen Aufstand gegen die Römer anführte. Danach wurde er verhaftet und nach Rom verschleppt. Dort gelang es ihm, die Gunst des Kaisers zu erringen. Er erhielt die Freiheit und wurde ein erfolgreicher Schriftsteller. Sein wichtigstes Werk war eine Geschichte der Juden, die mit der Schöpfung der Welt begann und mit dem Aufstand gegen Rom endete. Flavius Josephus wollte mit seinem Werk nicht das Alter der Welt errechnen, das besorgte nach ihm Julius Africanus, der als römischer Soldat zum Christentum konvertierte war. Sein Werk „Chronologia“ benützte nicht nur die Bibel als Quelle, sondern griechische, ägyptische, hebräische und persische Schriften. Seine Zeitvergleiche waren so ordentlich dokumentiert und kommentiert, dass sie Eusebius später nur noch ergänzen musste. Nach einigen umständlichen und ziemlich gewagten Vergleichen kam Julius Africanus zu dem Schluss, dass Jesus von Nazareth 5.500 Jahre nach der Erschaffung der Welt geboren wurde. Unter Berücksichtigung der Propheten wagte Julius, das Jahr der Wiederkehr von Jesus Christus vorauszusagen, doch da lag er daneben.

Die Zahlenangaben des Eusebius, Flavius Josephus und Julius Africanus hatten Jahrhunderte lang Bestand, aber im 18. Jahrhundert änderte sich alles. Die Wissenschaft ließ die Erde plötzlich sehr alt aussehen.




© 2012 Rudolf Öller, Bregenz


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Helden der Wissenschaft:
Robert Andrews Millikan
(1868-1953)
hatte die scheinbar verrückte Idee, Öltröpfchen in einem elektrischen Feld schweben zu lassen und vermaß damit erstmals die elektrische Elementarladung.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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