Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

 Jahresübersicht 2011


23. Oktober 2021

zurück Übersicht weiter

WEIT DRAUSSEN


Der Stern von Bethlehem war vermutlich das Aufeinandertreffen von Jupiter und Saturn im Jahr 7 vor Christus. Die beiden Planeten lagen damals – von der Erde aus gesehen - so nahe beisammen, dass sie fast wie ein einziger großer Stern aussahen. Jesus (eigentlich „Jeschuah“) von Nazareth ist nicht im Jahr Null zur Welt gekommen, denn das Jahr Null hat es nie gegeben, und unsere Jahreszählung, die der Mönch Dionysius Exiguus im 6. Jahrhundert begründet hat, enthält wahrscheinlich einen Fehler von sieben Jahren.

Interessierte Zeitgenossen schauen, wenn von Sternen die Rede ist, im Lexikon oder im Internet nach, wie weit Himmelskörper entfernt sind. Es ist da zu lesen, dass Jupiter 778,4 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt seine Bahn zieht, Saturn hingegen 1.433,4 Millionen Kilometer. Das kann sich niemand so richtig vorstellen, daher bauen wir jetzt ein virtuelles Modell unseres Sonnensystems im Verhältnis 1 zu einer Milliarde. Die Sonne hat nun einen Durchmesser von 1,4 Metern, und diese imposante Messingkugel stellen wir im Bregenzer Hafen beim Molo auf. Die Planeten positionieren wir maßstabgetreu, wobei wir gerundete Entfernungen verwenden.

Merkur ist ein Stecknadelkopf und 58 Meter von der Sonne entfernt, Venus hat, so wie die Erde, die Größe einer Kirsche und ist 108 Meter entfernt. Die Erde ist schon 150 Meter weit weg und Mars 228 Meter. Er liegt auf halber Strecke zum Festspielhaus. Jupiter ist so groß wie ein kleiner Kürbis, er liegt am Platz der Wiener Symphoniker. Der etwas kleinere Saturn zieht in knapp eineinhalb Kilometern Entfernung seine Bahn, das wäre ungefähr beim Sport- und Motorboothafen. Uranus ist blitzblau und hat die Größe einer Mandarine, er liegt knapp 2,9 Kilometer entfernt beim Wocherhafen. Den gleich großen und ebenfalls blauen Planeten Neptun finden wir nach 4,5 Kilometern in der Nähe des Strandbads in Hard. Wer die Bahnen in ihrer Gesamtheit sehen will, braucht einen Zirkel und einen Stadtplan. Unser Mond hat in dem Modell die Größe eines Sandkorns, er umkreist unsere kleine Erde in einer Entfernung von nur 38 Zentimetern.

Es mag erstaunen, wie leer unser Sonnensystem ist, denn zwischen den Planeten fliegen nur ein paar Bruchstücke herum, die hie und da die Erde treffen, um ganze Tiergruppen, wie etwa die Saurier, auszurotten. Das aber ist noch nichts gegen die Leere zwischen den Sonnensystemen. Unser benachbartes System Alpha Centauri ist von uns etwas mehr als vier Lichtjahre entfernt. In unserem Modell entspricht das einer Entfernung von vierzigtausend (!) Kilometern. Unser Nachbarsonnensystem müssten wir, wenn wir den Maßstab einhalten, igendwo weit draußen auf einem Nachrichtensatelliten unterbringen.




© 2011 Rudolf Öller, Bregenz


Frontpage Übersicht Sitemap Joker Kontakt und Videos
1996 1997 1998 1999 2000
2001 2002 2003 2004 2005
2006 2007 2008 2009 2010
2011 2012 2013 2014 2015
2016 2017 2018 2019 2020
2021

Helden der Wissenschaft:
Trofim Denissowitsch Lyssenko
1898-1976)
darf als Beispiel dienen, dass es auch unter den Wissenschaftlern Verrückte, Intriganten und Unterstützer von Massenmördern (Stalin) gab und gibt.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden. Das Buch ist auch bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.