Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2026

Wer seine Schranken kennt, der ist der Freie, wer sich frei wähnt, ist seines Wahnes Knecht. (Franz Grillparzer)

12. Oktober 2026

Übersicht

GRAUE MENSCHEN


Das Stadtbild hinter der Berliner Mauer war für meine Frau und mich ein schreckliches Erlebnis. Als junge Studenten gönnten wir uns ein paar Tage in Westberlin und fuhren einen halben Tag in den Osten der Stadt. Im Westen sahen wir bunte Menschen, bunte Häuser, bunte Autos und bunte Geschäfte, in denen man alles kaufen konnte. Im kommunistischen Osten sahen wir graue Menschen, dunkelgraue Häuser, wenige stinkende Autos und triste Geschäfte, vor denen sich Menschenschlangen bildeten.

Meine Frau sagte damals, dieses Elend wolle sie nie mehr sehen. Wir besuchten Ostberlin erst wieder nach dem Mauerfall im Jahr 1990. Noch bitterer als das trostlose DDR-Stadtbild war die Gedenkstätte für die Opfer an der Berliner Mauer. Die DDR-Schützen ermordeten zwischen 1961 und 1989 mindestens 140 Menschen, deren „Verbrechen“ darin bestand, aus der kommunistischen Knechtschaft in den freien Westen flüchten zu wollen.

Dumme Menschen

Besonders dumme Menschen, so sagt man, machen den gleichen Fehler immer wieder. Einer dieser Fehler ist die Behauptung, der Sozialismus (als Türöffner für den Kommunismus) sei eine gute Sache, bisher aber nur falsch umgesetzt worden. In Wahrheit ist der Kommunismus an sich eine kranke Idee. Die kommunistische Sowjetunion und ihre Warschauer Pakt-Staaten sind wirtschaftlich implodiert, Kuba ist völlig verarmt, Nordkorea ist ein großes Gefängnis, Kambodschas Kommunismus war ein Massenmord-Staat, dem die Hälfte des Volkes zum Opfer fiel und Venezuelas Sozialismus krachte in kurzer Zeit zusammen, obwohl das Land auf den größten Ölreserven der Welt liegt. Die DDR musste ihre gedemütigten grauen Menschen gewaltsam daran hindern, aus dem grauen sozialistischen Paradies zu fliehen. China ist ein paradoxer Sonderfall. Aus dem kommunistischen Land wurde ein streng überwachter Ein-Parteien-Staatskapitalismus.

Misserfolge, soweit das Auge reicht. Trotzdem ist die Idee des Sozialismus nicht auszurotten. Das Institut „Victims of Communism Memorial Foundation & YouGov“ entdeckte im Jahr 2019 Erstaunliches. In den USA geben 35 Prozent aller „Millenials“ (Jahrgänge 1980 bis 2000) an, eine gute Meinung zum Begriff Marxismus zu haben. 36 Prozent haben eine gute Meinung zum Begriff Kommunismus, und knapp 50 Prozent sehen den Sozialismus als positiv.

Die Umfrageergebnisse sähen anders aus, wenn sich die „Millenials“ mehr um Zeitgeschichte kümmerten. So aber sind sie der Meinung, dass es eine feine Sache sei, den Reichen (fast) alles wegzunehmen, um es „gerecht“ zu verteilen. Der Milliardär Paul Getty hatte seinerzeit schon richtig erkannt, dass eine gleichmäßige Verteilung aller Güter dazu führte, dass noch am selben Tag Reiche und Arme entstünden.

10.000 Rubel

Die Vorgänge in Russland unter Präsident Boris Jelzin sollten allen Sozialismusverstehern als Warnung dienen. Jelzin wollte eine Rückkehr der Kommunisten in die Wirtschaft verhindern. Sein „Erlass 914“ vom August 1992 brachte Privatisierungs-Wertgutscheine auf den Markt. Die Verteilung begann im Herbst 1992 und endete 1994. Jeder Bürger hatte grundsätzlich Anspruch auf einen Gutschein mit einem Nennwert von 10.000 Rubel. Ein Gutschein berechtigte dazu, sich an der Privatisierung staatlicher Unternehmen zu beteiligen, beispielsweise bei Versteigerung von Aktien. Die meisten Russen hatten keine Ahnung, was sie mit diesen Zetteln machen sollten und verkauften sie unter ihrem Wert an Geschäftsleute, Banken, Versicherungen usw. So entstanden die Oligarchenfamilien, die alle Gutscheine viel zu billig aufkauften und dabei steinreich wurden. Gleichmäßige Verteilung war Jelzins Absicht, superreiche Gauner und bitterarme Menschen waren das Resultat. Erzwungene „Gerechtigkeit“ per Gesetz erzeugte immer Korruption. Der Kapitalismus leistet in jedem Fall mehr. Hier gibt es zwar eine ungleichmäßige Verteilung des Wohlstands, im Sozialismus kommt es jedoch zu einem Einheitsgrau und einer gleichmäßigen Verteilung des Elends. Wohlstand gibt es im Sozialismus nur für Funktionäre.

Schmerzgrenze

Die Stimmenzuwächse der Kommunisten in Salzburg, Graz und kürzlich in Berlin zeigen kein neues Klassenbewusstsein unter den Wählern. Es ist eher das Symptom einer schleichenden Verdummung. Die Leute haben die irren Parteiprogramme nicht gelesen, gleichzeitig bewundern sie linke Politiker. Wer wissen will, welche Geisteszwerge die Führungsfiguren der Partei „die Linke“ sind, sollte eine Talkshow bei ARD und ZDF ansehen. Frauen wie Heidi Reichinnek und Elif Eralp sprechen dort zu laut, zu schnell und zu viel Unsinn – bis über jede psychische Schmerzgrenze hinaus.

Nur eine Zivilisation

Es fällt auf, dass die Linke in Deutschland nicht bloß eine Art primitiven TikTok-Sozialismus verkauft, sondern auch deutlich islamistisch und antisemitisch ist. Eine Kritik an der Politik Israels ist natürlich erlaubt, doch die Linken verdrängen und verschweigen die Verbrechen der Hamas und der Hisbollah, vor allem aber den Massenmord vom 7. Oktober 2023. Der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, sagte einmal: „Es gibt tausende Kulturen, aber nur eine Zivilisation: die westliche.“ Genau das hassen die Linken und Islamisten. Sie sind Brüder im Geiste. Sie verachten westliche Wissenschaftler, insbesondere Naturwissenschaftler, Techniker, Künstler, Unternehmer und alle attraktiven Frauen im Westen.

Auch die SPD geriet ins islamistische Fahrwasser. Die ehemalige Sprecherin des Auswärtigen Amtes, die SPD-Aktivistin Sawsan Chebli, ist die Tochter eines Palästinensers. Kürzlich schrieb sie in sozialen Medien: „Wir müssen nur noch ein wenig durchhalten, dann werden wir die Mehrheit stellen. Vor allem der dritten und vierten Generation sage ich: Dieses Land ist auch euer/unser Land. Kämpft dafür. Demografie wird Fakten schaffen.“

Der deutsche Journalist, Medienmanager und Autor Ulf Poschardt hat nach der Wahl in Berlin gesagt, dass „die Linke“ als Nachfolgepartei der kommunistischen SED die Partei der Dummen und Faulen sei. Nur Idioten kämen auf die Idee, eine Partei zu wählen, die im Parteiprogramm folgendes fordert: Enteignung aller Wohnungsvermieter, Ersatz der Polizei durch Sozialarbeiter, Notenabschaffung in den Schulen bis zum 15. Lebensjahr, Verbot aller Abschiebungen – auch von Schwerverbrechern, kein Baurecht für Ein- und Zweifamilienhäuser, Verbot von SUVs, Abschaffung fast aller Gefängnisstrafen und vieles mehr.

Man hat jahrelang Liberale und Konservative als „Nazis“ verleumdet, sogar Träger von Poloshirts und Lederhosen. Die neuen Faschisten des 21. Jahrhunderts sind die wahren Feinde freier Demokratien. Ihre Farben sind das Rot der Kommunisten und das Grün des Propheten.



© 2026 Rudolf Öller, Bregenz  [/2026/roe_2640]

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Helden der Wissenschaft:
Thoms Alva Edison
(1847-1931)
begann als kleiner Zeitungsjunge und wurde einer der bedeutendsten Erfinder weltweit. Seine wichtigste Erfindung war der Tonträger, der Ururgroßvater aller CDs und DVDs.

Was wären wir ohne die brillanten Naturwissenschaftler und Techniker, die Selbstdenker, die Unangepassten, die bürgerlichen Rebellen, die freien Radikalen, die wahren Staatsmänner! Ideologen sind aus der Zeit gefallen, sie verdanken ihre Effizienz den Dummen.

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch