Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2026

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jacques Rousseau)


12. Juni 2026

Übersicht

DAS KLEINE ICH, DAS GROSSE WIR


Die alte chinesische Philosophie kennt das „kleine Ich“. Das ist die Person an sich mit ihren Wünschen, Plänen, Ängsten. Das „große Ich“ ist die Gemeinschaft, die über dem kleinen Ich steht. Dieser und ähnliche Gedanken in anderen Philosophien waren immer schon die ideologischen Grundlagen aller Kollektivisten.

Selbstverständlich sind wir Menschen seit Millionen Jahren ein Familien-, Gruppen- und Clan-Wesen. Der griechische Philosoph Aristoteles war der erste Philosoph, der die menschliche Art als „Zoon politikon“ bezeichnete, ein „Gemeinschaftswesen“. Wir sind dazu geschaffen, in einer Gemeinschaft und einer „Polis“ zu leben. Das kann nicht dekonstruiert werden, aber der Teufel steckt im Detail.

Der Clan

Der ehemals bekannte und leider etwas in Vergessenheit geratene österreichische Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz hat die Frage nach dem „wir“ kurz und bündig beantwortet: „Der Mensch ist gut in der Elf-Mann-Sozietät.“ Er meinte damit, dass wir eine tausende Generationen andauernde Evolution hinter uns haben, in der sich die Kleingruppe, also die Sippe, der Clan, das Dorf, als überschaubare Einheit bewährt hat. In der Zwischenzeit haben sich die Gruppen vergrößert. Es entstanden Grafschaften, Fürstentümer, Staaten, Weltreligionen. Trotzdem fühlen wir uns in der Kirchengemeinde, im Gartenverein, in der Studentenverbindung, bei der Feuerwehr oder in einer Blasmusikkapelle wohl.

Mit kollektivistischen Ideen konnten wir Menschen nur wenig anfangen, es sei denn, einem Herrscher ist es gelungen, den Staat und alles, was dazu gehört, als von außen bedroht darzustellen. Das führte meist zum Krieg, und manchmal entstand aus einem Krieg (1. Weltkrieg) ein weiterer (2. Weltkrieg), wenn die Sieger den Fehler begangen haben, den oder die Unterlegenen zu demütigen. Ein dauerhafter Friede nach dem verheerenden dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert war nur möglich, weil in den Schlussdokumenten alle Beteiligten auf Schuldzuweisungen verzichteten.

Offenbar lernen manche Politiker nicht dazu und holen immer wieder alte gruppenbezogene Ideen hervor und biegen sie zurecht. Franziska Brantner, der weibliche Chef der deutschen Grünen, hat auf ihrem „Forum für Zukunft“ kürzlich mit einem Satz ihre zentrale Ideologie verkündet: „Frei sind wir nur als Wir.“ Das ist der Kollektivismus, der das kleine Ich nur duldet, solange es sich dressieren lässt und in den Plan der mächtigen Erzieher einfügt. Freiheit beginnt bei Frau Brantner dort, wo sich das Ich im Wir verliert.

Erscheint am 26.6.2026

© 2026 Rudolf Öller, Bregenz  [/2026/roe_2626]

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Helden der Wissenschaft:
Werner Heisenberg
(1901-1976)
formulierte die Quantenmechanik erstmals streng mathematisch und entwarf die Heisenbergsche Unschärferelation, die sowohl Philosophen als auch Physikern lange Zeit Sorgen bereitete.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben im Diesseits.
(Fortsetzung von Typhon District)
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension