Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2026

Nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.
(Dietrich Bonhoeffer)


5. März 2026

Übersicht

FROM THE RIVER TO THE SEA


Die Auswirkungen einer nuklearen Explosion sind aus dem Bewusstsein der meisten Menschen verschwunden. Die letzte oberirdische Explosion erfolgte am 16. Oktober 1980 auf dem Testgelände von Lop Nor in China. Die letzte unterirdische nukleare Explosion fand am 28. Mai 1998 in Pakistan statt. Spätere „unterkritische“ Tests wurden von Nordkorea durchgeführt.

Die Bomben, die im August 1945 über Hiroshima und Nagasaki detonierten, zählten zu den eher kleineren nuklearen Waffen. Trotzdem waren ihre Wirkungen verheerend. Später folgten die thermonuklearen Sprengköpfe, auch Wasserstoff- oder H-Bomben genannt. Ihre Vernichtungskraft ist gewaltig. Einer der häufigsten Typen der US-Air Force ist der W87-Sprengkopf. Er wird auf Interkontinentalraketen montiert. W87-Sprengköpfe sind seit den späten Achtzigerjahren einsatzbereit. Länder, wie Russland, Frankreich, China und andere verfügen wahrscheinlich über ähnliche Sprengköpfe. Die neueste Version von W87 hat eine Sprengkraft, die mindestens zwanzig Hiroshimabomben entspricht.

Alles Leben verlöscht

Wir nehmen an, dass über dem Wiener Stefansdom in dreitausend Metern Höhe ein thermonuklearer Sprengkopf detoniert. Die enorme Hitze der Explosion lässt sogar den Luftstickstoff verbrennen. Ein gigantischer Feuerball erhellt die ganze Region. Die Gluthitze bringt die metallhaltigen Gegenstände in den inneren Bezirken - Autos, Dachrinnen, Straßenbahnschienen und Glas sofort zum Schmelzen. Menschen und Tiere auf den Straßen gehen in Flammen auf. Auch die meisten Gebäude brennen, sie werden zudem von einer Druckwelle aus ihren Fundamenten gehoben und zerstört. Höhere Gebäude wie etwa Kirchen, Hochhäuser, das Wiener AKH, die Uno-City und der Donauturm werden umgerissen.

Einige Sekunden nach dem Erscheinen des stechenden Lichts erreicht eine orkanartige Druckwelle die Vororte. Dieser Sturm reißt die Reste des vernichteten Stadtzentrums mit sich und zerschlägt die kleineren Häuser in den Außenbezirken. Fast alle Bewohner werden augenblicklich getötet. Die Druckwelle rast mit über 600 Kilometern pro Stunde in die umliegenden Gemeinden, legt sich allmählich und bläst dann als Sog in die Gegenrichtung. Immer noch steht die todbringende, sengende Feuerkugel am Himmel. Wenn schließlich der Atompilz bis in zwölftausend Meter Höhe aufschießt, verhüllen Massen aus Staub und Rauch das Geschehen. Das Sonnenlicht verschwindet, der Tag wird zur Nacht. In der Dunkelheit brechen Gasleitungen, bersten Benzin- und Öltanks. Brände breiten sich aus und vernichten die wenigen Objekte, die in den ersten Sekunden nicht völlig zerstört worden waren. Die Einzelbrände vereinigen sich zu einem Großfeuer, die Stadt verwandelt sich in eine einzige Fackel. Kein noch so tief angelegter Bunker bietet Schutz, denn der Großbrand verbraucht allen Sauerstoff und erzeugt giftige Gase. Alles Leben in der Region verlöscht.

Gras fressen

Man kann sich kaum vorstellen, was geschähe, wenn das iranische Regime Atomwaffen in die Hände bekäme. Der Mullah-Staat hat seine Macht auf Massenmorden aufgebaut und versorgt Terrororganisationen in aller Welt mit Geld und Waffen. Der ehemalige pakistanische Ministerpräsident Zulfikar Ali Bhutto antwortete auf die Frage, warum Pakistan den Bau einer Atombombe anstrebe: "Es gibt die christliche Bombe [USA, Großbritannien, Frankreich], es gibt die atheistische Bombe [Sowjetunion, China], es gibt die jüdische Bombe [Israel] und es gibt die hinduistische Bombe [Indien]. Wir bauen die moslemische Bombe, und wenn wir dafür Gras fressen müssen." In der Zwischenzeit besitzt Pakistan die Bombe. Auch Indien, Pakistans Erbfeind, ist eine Atommacht. Ein Mullah-Staat mit Atombomben würde endgültig das Tor zur Apokalypse aufstoßen. Israel und die USA haben richtig gehandelt, als sie mit ihren militärischen Angriffen den Bau einer Atombombe verhinderten. Friedlich ging es nicht, Gewalt war die einzige Option.

Die Revolutionsgarden im Iran zählen nicht zum regulären Militär. Es handelt sich um schwer bewaffnete Mörderbanden, die Zivilisten erschießen, vergleichbar der SS im Nationalsozialismus. Geheimdienste schätzen, dass die Revolutionsgarden samt ihren Vorfeld- und Unterorganisationen rund zehn Millionen Mitglieder und Unterstützer haben. Das sind rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. So eine Macht kann man leider nicht von heute auf morgen wegbomben.

Mein Kampf

Die Frage, woher der als Antizionismus maskierte Antisemitismus kommt, ist mit religiösen Texten alleine nicht zu beantworten. Sicher spielt der Koran eine Rolle, aber das ist noch keine Erklärung. Ausgerechnet Adolf Hitlers „Mein Kampf“ gibt einen Hinweis. Im Kapitel „Volk und Rasse“ heißt es: „Welches Volk hat größere Umwälzungen mitgemacht als dieses [Anm.: die Juden] und ist dennoch als dasselbe aus den gewaltigen Katastrophen der Menschheit hervorgegangen? Welch ein unendlich zäher Wille zum Leben, zur Erhaltung der Art spricht aus diesen Tatsachen. … Die intellektuellen Eigenschaften des Juden haben sich im Laufe der Jahrtausende geschult.“  

Über mehrere Seiten schreibt Hitler beinahe anerkennend über die Juden und verwendet Wörter wie „Aufopferungswille“, „Selbsterhaltungstrieb“, „Zusammengehörigkeitsgefühl“ und andere. Später kippt Hitler in Richtung Hass und schreibt, dass Juden „kulturlose Parasiten“ seien. Ein Zusammenleben mit ihnen sei auf Dauer nicht möglich. Der Schulabbrecher und berufslose Hitler lässt hier tief blicken. Es sind diese Eigenschaften wie Intelligenz, Erfolg, „zäher Wille“, „Aufopferungswille“ und andere, die bei Versagern aller Couleurs Neid und Hass erzeugen.

Im September 2024 entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf, dass die Untersagung der Parole „From the River to the Sea“ rechtmäßig gewesen sei, da sie ein Kennzeichen der verbotenen Terrororganisation Hamas ist. In Österreich ist der Satz „From the River to the Sea“ nicht pauschal gesetzlich verboten, allerdings kann seine Verwendung strafbar sein, wenn er im konkreten Zusammenhang als Unterstützung oder Verherrlichung einer terroristischen Organisation gewertet wird. Reden wir also nicht um den heißen Brei herum. Das österreichische Verbotsgesetz ist eindeutig. Es stellt Gründung oder Unterstützung von NS-Organisationen, die Leugnung oder Verharmlosung des Holocausts sowie die Verbreitung von NS-Propaganda unter Strafe. Das Gesetz sollte erweitert werden. Die Ideologien des Nationalsozialismus, des Kommunismus und des Islamismus müssen als Triade des Hasses und des Terrors gleichwertig behandelt werden.



© 2026 Rudolf Öller, Bregenz  [/2026/roe_2610]

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Helden der Wissenschaft:
James Dewar
(1842-1923)
war ein Pionier der Tieftemperaturphysik und entwickelte das "Dewar-Gefäße" zur Aufbewahrung verflüssigter Gase. Tiefgefrorene Embryonen werden in Dewargefäßen aufbewahrt.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben im Diesseits.
(Fortsetzung von Typhon District)
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, den Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension