Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2026

Die Menschen sind doch ungereimt. Die Freiheiten, die sie haben, gebrauchen sie nicht, sondern fordern immer die, die sie nicht haben.
(Søren Kierkegaard)


14. Jänner 2026

Übersicht

DIE WIDERSPRÜCHE DES GENDERISMUS


Die Biologen wissen, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Eines der besten deutschsprachigen Standardwerke der Fortpflanzungsbiologie, das „Lehrbuch der Genetik“ (Verl. Gustav Fischer) hat mehr als 1.200 Seiten. In diesem Werk kommen nur zwei Geschlechter vor, die klar definiert sind. Vertreter der Gender„wissenschaften“ haben es bis heute nicht geschafft, ihre vielen „Geschlechter“ zu definieren.

Große und kleine Fortpflanzungszellen

Ich langweile die Leser nur kurz mit Details. Ich beschränke mich auf die einfachste biologische Definition der beiden Geschlechter. Sie gilt für Menschen, Tiere und Blütenpflanzen. Weibliche Wesen produzieren relativ wenige große und kaum bewegliche Fortpflanzungszellen. Man nennt sie Eizellen. Männliche Individuen erzeugen viele kleine bewegliche Fortpflanzungszellen, wir kennen sie als Samenzellen oder Pollen. Bei uns Menschen sind die Unterschiede zwischen den Zellen besonders auffallend. Eine menschliche Eizelle ist ungefähr achttausendmal größer als eine Samenzelle. In den Ovarien der Frauen entstehen maximal 500 Eizellen in einem Menschenleben. Männer können jeden Tag mindestens hundert Millionen Spermien erzeugen, was natürlich kein Qualitätsmerkmal ist. Entscheidend sind die genetischen Ausstattungen.

Es wird gelegentlich behauptet, dass sich sogar Biologen uneinig seien, was die Zahl der Geschlechter betrifft. Das ist eine Fehlinformation. Es gibt Abweichungen bei den Zahlen der Chromosomen, es gibt auch eigene Chromosomensysteme (vor allem bei Vögeln), es gibt auch Zwitter, aber all das ändert nichts am Prinzip der Zweigeschlechtlichkeit. Auch bei den wenigen Pilz- und Algenarten, bei denen die Fortpflanzungszellen gleich sind (Isogamie) gibt es ein binäres sexuelles System. Sollte die Natur jemals den Versuch unternommen haben, mehr als zwei Geschlechter zu bilden, so sind diese wegselektiert worden. Es gibt nirgendwo in der Biologie einen Beweis, dass es jemals mehr als zwei Geschlechter gegeben hat.

Ideologien und andere Irrtümer

Es gab immer wieder Fehlentwicklungen in den Wissenschaften. Das ist der Unterschied zu den Ideologien. Die Wissenschaften korrigieren ihre Irrtümer früher oder später mit den eigenen Methoden. Ideologien haben keine Korrekturmechanismen und verleiten schlichte Gemüter zum Glauben, ihre Ideologie sei der Weg zu Wissen und Erlösung. Beispiele für die Korrekturmacht der Wissenschaften gibt es viele.

Lange Zeit glaubte man, Blut werde im Körper permanent neu gebildet, um danach irgendwo zu versickern. Der Engländer William Harvey überprüfte diesen alten Glauben und entdeckte vor rund 350 Jahren den Blutkreislauf. Er begrub damit die falsche Hypothese des römischen Arztes Galen. Dessen Lehre hatte sich immerhin eineinhalb Jahrtausende gehalten.

„Phlogiston“ war eine im 17. Jahrhundert erfundene und eingeführte hypothetische Substanz, von der man glaubte, dass sie in allen brennbaren Körpern vorhanden sei und bei Verbrennungen entweicht. Unbrennbare Stoffe, wie etwa Wasser, sollten kein Phlogiston enthalten. Nachdem man gegen Ende des 18. Jahrhundert die Bedeutung des Sauerstoffs erkannt und Verbrennungsvorgänge als Oxidationen beschrieben hatte, verschwand die Phlogistonhypothese. Sie wird heute zu den vielen Irrtümern in der Geschichte der Wissenschaften gezählt.

Gender und Sex

Erst nach der Entdeckung der weiblichen Eizelle im 19. Jahrhundert und der Chromosomen im 20. Jahrhundert wurde klar, wie sexuelle Fortpflanzung funktioniert. Der bedeutungslos gewordene Begriff „Gender“ für die Unterschiede zwischen Frauen und Männern verschwand. Später wurde der tote Begriff Gender von Vertretern des „Gender Mainstreaming“ exhumiert und umgedeutet. Als die Grünen Parteien entstanden und die Schwulen- und Pädophilenbewegungen bei der Gründung mitmischten, gaben sich politische Aktivisten der Homosexuellen so etwas wie einen wissenschaftlichen Anstrich. Plötzlich gab es nicht nur Lesben und Schwule, sondern auch Diverse, Non-Binäre, Intermediäre, Queere usw. Diese Liste wird alljährlich länger.

Definitionen

Während die Biologie klare Definitionen verwendet, agitieren die Genderisten mit Hilfe holpriger Wörter. In einem Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ sagte eine Soziologin im August 2023 folgendes über die Definition des Begriffs „Geschlecht“: „Geschlecht ist eine biosoziale, kulturell bedeutete, historisch gewordene, kontextvariable, andauernd gemachte, träge, bedingt verfügbare Geschlechterdifferenzierung, die intersektional mit anderen sozialen Differenzen verbunden ist und Ungleichheit generiert."

Diese Aussage ist bar jeder Klarheit, genauer: Nichts als heiße Luft. Die übertriebene Verwendung von Attributen und Fremdwörtern soll Wissenschaftlichkeit simulieren. Ein Geschlecht ist demnach nicht etwas, was die Natur hervorbringt, sondern nur der Mensch, der damit aus guter Gleichheit böse Ungleichheit erzeugt. Wie bitte? Hier staunen nicht nur Selbstdenker. Was hat es dann mit der viel gepriesenen Diversität – also Ungleichheit – auf sich? In einem Satz wird die angeblich mutwillig erzeugte Ungleichheit kritisiert, in einem anderen werden bunte Diversitätsfahnen bejubelt. Das Diversitätsevangelium der Regenbogentruppe ist nichts anderes als eine Sammlung von Widersprüchen. Wie alle Pseudowissenschaften haben Gender„wissenschaften“ nichts an den Universitäten verloren.

Diskussionen über das Thema sind vergeblich. LGBTQIA-Aktivisten bemerken ihre selbst konstruierten Widersprüche nicht, und wenn doch, dann werden sie als Dialektik verkauft. Nichtssagende Worte werden mit Erklärungen verwechselt, Kritiker mit aggressiven Anschuldigungen eingeschüchtert. Arthur Schopenhauer hatte recht: Es hat keinen Sinn, jemanden zu erhellen, dessen Geist sich in der Finsternis wohl fühlt.



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Helden der Wissenschaft:
Louis Pasteur
(1822-1895)
kannte sich als erster Biologe und Chemiker mit Mikroben aus und half, ansteckende Krankheiten zu bekämpfen.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben im Diesseits.
(Fortsetzung von Typhon District)
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, den Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension